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TU Berlin

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Innenansichten

Handlungsleitend und motivierend

Montag, 09. Mai 2011

Universität gibt sich nach intensivem Diskussionsprozess ein Leitbild

TU-Präsident Jörg Steinbach
Lupe

Während Unternehmensleitbilder sehr verbreitet sind, entstehen Universitätsleitbilder erst in den letzten Jahren. Leitbilder erfüllen für Organisationen zweierlei Funktionen: Nach innen sollen sie Orientierung geben und somit handlungsleitend und motivierend für die Organisation und für die einzelnen Mitglieder wirken. Nach außen machen sie deutlich, wofür eine Organisation steht. Mit einem einstimmigen Beschluss in der Aprilsitzung des Akademischen Senats hat sich die Technische Universität Berlin ein Leitbild gegeben. Die Verabschiedung im Senat bildete den Schlusspunkt eines mehrjährigen intensiven Diskussionsprozesses. Mit dem Leitbild hat die TU Berlin ihr Selbstverständnis schriftlich fixiert.

Die Wege zu einem universitären Leitbild sind vielfältig. Manche Universitäten entwickeln ihr Leitbild in einem Top-down-Prozess zentral beziehungsweise lassen es extern entwickeln und geben es dann den Mitgliedern der Universität vor. Andere kommen zu ihrem Leitbild, indem sie einen aufwendigen basisdemokratischen Prozess unter Beteiligung aller Universitätsmitglieder organisieren. Der von der TU Berlin gewählte Weg liegt zwischen diesen beiden Polen.
Ausgehend von einer Diskussion, die der Akademische Senat 2003 führte, entwickelte eine fraktions- und statusgruppenübergreifende Kommission in einer Klausurtagung einen elfseitigen Entwurf. Dieser wurde im Internet zur Diskussion gestellt. Weitere Versionen resultierten aus der Initiative verschiedener TU-Mitglieder. 2009 wurde der Prozess von der 3. Vizepräsidentin, Dr. Gabriele Wendorf, neu aufgenommen. Neben der ursprünglichen Kommission wurden die studentischen Initiativen der TU zu einem moderierten Dialog geladen. Ziel war es, die ursprünglichen Versionen auf eine Seite zu verdichten und dennoch ein eigenständiges Profil erkennbar werden zu lassen. Dazu haben abschließend auch die Mitglieder des Akademischen Senats einen erheblichen Beitrag geleistet.

Die Wege zu einem universitären Leitbild sind vielfältig. Manche Universitäten entwickeln ihr Leitbild in einem Top-down-Prozess zentral beziehungsweise lassen es extern entwickeln und geben es dann den Mitgliedern der Universität vor. Andere kommen zu ihrem Leitbild, indem sie einen aufwendigen basisdemokratischen Prozess unter Beteiligung aller Universitätsmitglieder organisieren. Der von der TU Berlin gewählte Weg liegt zwischen diesen beiden Polen.

Ausgehend von einer Diskussion, die der Akademische Senat 2003 führte, entwickelte eine fraktions- und statusgruppenübergreifende Kommission in einer Klausurtagung einen elfseitigen Entwurf. Dieser wurde im Internet zur Diskussion gestellt. Weitere Versionen resultierten aus der Initiative verschiedener TU-Mitglieder. 2009 wurde der Prozess von der 3. Vizepräsidentin, Dr. Gabriele Wendorf, neu aufgenommen. Neben der ursprünglichen Kommission wurden die studentischen Initiativen der TU zu einem moderierten Dialog geladen. Ziel war es, die ursprünglichen Versionen auf eine Seite zu verdichten und dennoch ein eigenständiges Profil erkennbar werden zu lassen. Dazu haben abschließend auch die Mitglieder des Akademischen Senats einen erheblichen Beitrag geleistet.

Auch wenn dieser aufwendige Prozess den Beteiligten viel Durchhaltevermögen abverlangte, die Vorteile liegen auf der Hand. Der Stifterverband resümiert in einer Studie aus dem Jahr 2010 zu Hochschulleitbildern, dass, was keine Erwähnung fände, interessanter sei als das, was in den Leitbildern stünde. So bekennen sich laut der Studie nur 30 Prozent der Universitäten zu Maßnahmen der Personalentwicklung oder dem Dialog mit der Öffentlichkeit, und nur ein Viertel verpflichtet sich zu nachhaltigem und umweltgerechtem Handeln sowie familiengerechten Initiativen. Die Blickwinkel der unterschiedlichen Beteiligten im Leitbildprozess an der TU Berlin haben die vom Stifterverband diagnostizierten „Blind Spots“ von Beginn an in den Blick genommen. Dass diese im Zuge des Abstimmungsprozesses nicht verloren gingen, ist dem zähen und engagierten Ringen aller Beteiligten um konsensuale Formulierungen zu verdanken.

Für das Engagement und Durchhaltevermögen möchte ich auf diesem Weg allen Beteiligten meinen ausdrücklichen Dank aussprechen. Nun steht es für alle Mitglieder der TU Berlin an, unser Leitbild im operativen und strategischen Handeln mit Leben zu füllen.

Jörg Steinbach, Präsident der TU Berlin / Quelle: "TU intern", 5/2011

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