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TU Berlin

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Innenansichten

Von der Doppel- zur Dreifachbelastung

Donnerstag, 17. Februar 2011

Weiterbildungsangebote für Beschäftigte mit pflegebedürftigen Angehörigen

Ausgebrannt und erschöpft – allein- gelassen mit der Betreuung von Angehörigen – kaum zu vereinbarende Aufgaben in Familie und Beruf. Immer mehr berufstätige Menschen spüren diese Art von Überforderung, auch an der TU Berlin. Um sie zu unterstützen, bietet der Bereich Weiterbildung in Zusammenarbeit mit dem Familienbüro und der Sozialarbeiterin der TU Berlin, Ulrike Hartmann-Voß, im Jahr 2011 Weiterbildungen und Kurse zu diesem und weiteren Themen aus dem Bereich „Gesundheit und Familie im Alltag und Beruf“ an.

Sowohl das Familienbüro als auch die Sozialarbeiterin haben in letzter Zeit einen verstärkten Beratungsbedarf speziell zur Vereinbarkeit von Pflege und Job festgestellt. Bei Ulrike Hartmann-Voß hat er sich in den letzten drei Jahren verdoppelt. „Aus demografischen Gründen wird es zukünftig immer mehr Pflegebedürftige geben. Gleichzeitig steigt die Berufstätigkeit der Frauen, die bisher vor allem den Personenkreis bilden, der pflegt“, sagt die TU-Sozialarbeiterin. „Dieses Ungleichgewicht bedeutet eine erhebliche Mehrbelastung der Pflegenden und auch eine große Herausforderung für den Arbeitgeber.“ Tatsächlich werden derzeit zwei Drittel aller Pflegebedürftigen zu Hause gepflegt, nur ein Drittel stationär. 40 Prozent der Pflegenden im Raum Berlin-Brandenburg sind berufstätig, etwa 20 Prozent davon in Vollzeit. Hinzu kommt ein wachsender Mobilitätsanspruch der Familien, der Pfleger und zu Pflegende stärker räumlich trennt.

„Deshalb brauchen die Leute vor allem Kenntnisse darüber, wie sie sich Informationen beschaffen und Hilfe holen können“, sagt Carola Wanzek, Leiterin des Familienbüros. „Oft sind diejenigen, die einen älteren Angehörigen betreuen müssen, ja nicht nur einer Doppel-, sondern häufig auch einer Dreifachbelastung ausgesetzt, da die Kinder auch immer länger in der Ausbildung sind.“ Die Menschen müssten neben dem Zeit- und Arbeitsaufwand außerdem mit der Tatsache fertig werden, dass die Eltern sich verändern, insbesondere wenn die Senilität in Demenz übergeht. Viele wissen kaum, was Betrieb und Gesetz bereits bieten: Nach dem Pflegezeitgesetz sind eine kurzfristige Beurlaubung sowie Sonderurlaub möglich, in jedem Bezirk wurden Pflegestützpunkte eingerichtet. Diese helfen bei der Beantragung von Pflegestufen, bei der Suche nach Tageseinrichtungen. Das TU-Familienbüro selbst ebenso wie die Sozialarbeiterin bieten eine Erstberatung an, um zunächst die Situation zu klären und bei der Neudefinierung der eigenen Rolle zu helfen. „Dass Beschäftigte auch während der Arbeitszeit zu uns kommen können, dass wir ihnen einen Teil der aufwendigen Internetrecherche schon abgenommen haben und zudem von dem häufig anzutreffenden Spezialvokabular absehen, sorgt schon für einen gewaltigen Abbau von Hemmschwellen“, sagt die Leiterin der Sozialberatung Ulrike Hartmann-Voß. „Mit unserem Angebot kommen wir auch dem im ,audit familiengerechte hochschule‘ definierten Familienbegriff näher. Der umfasst nämlich nicht nur die Sorge für Eltern und Kinder, sondern zunehmend auch für Eltern und deren Eltern.“

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 2/2011

Weiterbildungen 2011 zum Thema Pflege

„Wie sind Pflege von Angehörigen und Beruf miteinander vereinbar?“, „Pflegestützpunkte und ihre Aufgaben“, „Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Rechtliche Betreuung“, „Wenn die Eltern Kinder werden und doch die Eltern bleiben“
Die Kurse sind teils mit externen Partnern organisiert.
Tel.: 314 233 32
Fax: 314 240 91
www.tu-berlin.de/familie

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