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Innenansichten

Mit neuer Fassade

Donnerstag, 20. Januar 2011

Die Baumaßnahmen auf dem TU-Campus aus dem Konjunkturprogramm II werden demnächst beendet

Der Fensterbau in der TU-eigenen Tischlerei und Lackiererei erwies sich als großer Vorteil und erhöht zudem die finanzielle Eigenleistung
Lupe

Hämmern, Bohren, Sägen – seit Mitte 2009 wird an der TU Berlin auf Hochtouren aus dem Konjunkturprogramm II gebaut: 20 Millionen Euro erhielt jede der drei großen Berliner Universitäten aus diesem Programm der Bundesregierung für zusätzliche Bauinvestitionen. Nun, mit Auslaufen des Programms, stehen die Maßnahmen termingerecht vor dem Abschluss. Neben den 20 Millionen Euro vom Staat hat die TU Berlin noch eine Million Euro aus Eigenmitteln investiert.

"Alle Aufträge zur Planung und Realisierung sind erteilt. Die werden wir zeitlich und finanziell korrekt abwickeln und die Rahmenbedingungen des Programms erfüllen", sagt der Leiter der TU-Bauabteilung Martin Schwacke. "Das war bei unserem Schwerpunkt der Fassadensanierungen keineswegs selbstverständlich, denn insbesondere bei der Sanierung von historischen Fassaden tritt oftmals etwas Unvorhergesehenes ein."

"Förderkriterien des Konjunkturprogramms sind unter anderem die energetische und nachhaltige Sanierung der Hochschulen. Es sind die Reduzierung von Energieverbrauch und die Minderung von CO2-Ausstoß nachzuweisen", erklärt Carola Heffter, die die Maßnahmen der TU Berlin mit dem Senat koordiniert.

Es wurden die historische Sandsteinfassade am Westflügel des TU-Hauptgebäudes und die Fassade des Alten Chemiegebäudes saniert. An beiden Gebäuden mussten Schäden durch Verwitterungsprozesse und durch mangelhafte Nachkriegsinstandsetzung behoben werden. Besonders gravierend waren baukonstruktive Schäden an tragenden Unterkonstruktionen, die eine Gefahr durch herabfallende Fassadenteile darstellten. Undichte Dächer wurden erneuert, Wärmedämmung auf den Dächern verstärkt, defekte Anschlüsse wiederhergestellt, neue Träger für Konsolen eingebaut und vieles mehr. "Mit zusätzlichen Ausgängen und Ergänzungen an Treppenaufgängen im Hauptgebäude konnten wir auch unser Fluchtwegekonzept und das Konzept des vorbeugenden Brandschutzes dort umsetzen, was, verbunden mit der Neugestaltung der Nebenhalle zum Foyer, auch die Aufenthaltsqualität erhöht und somit zu einer Verbesserung der Lehrsituation beiträgt", fügt Martin Schwacke hinzu. Zu den Maßnahmen der energetischen Sanierung gehörte auch die Modernisierung der technischen Infrastruktur des Hauptgebäudes, die unter anderem Anlagen zur Heizung, Kühlung und Trinkwasserversorgung sowie Aufzüge und Anlagen für das Sicherheitsmanagement umfasst. Besonders wichtig und begrüßt von den TU-Mitgliedern: die Erneuerung der sanitären Anlagen in mehreren Gebäuden. "Nach einem Sanierungsstau von rund 30 Jahren", so Schwacke, „war dringend auch die Sanierung der Fassade des Ernst-Ruska-Gebäudes erforderlich. Die Fassadenplatten aus Muschelkalkstein waren teils abgefallen, die Korrosion von Tür- und Fensterstürzen sowie anderen Trägerelementen gefährdete bereits die Standsicherheit des Gebäudes." Auch hier sowie im Gebäude Elektromaschinen und Hochspannungstechnik (EMH) mussten Dächer saniert, neue Fenster eingebaut und die Bausubstanz gesichert werden. Das Gebäude für Hochfrequenztechnik (HFT) wurde vor allem im Innenbereich saniert, mit neuen Wänden und Türen versehen, um einem zeitgemäßen Brandschutz Rechnung zu tragen. "Als großer Vorteil erwiesen sich die TU-eigene Tischlerei und Lackiererei. Die Lackiererei wurde erst 2010 in Betrieb genommen", so Schwacke. "Damit konnten Fenster in unseren eigenen Werkstätten produziert werden – was auch als Erhöhung des finanziellen Eigenanteils gewertet werden muss. Durch den Sanierungsstau hätten wir weit mehr Geld gebraucht, aber wir haben das Programm als Chance begriffen, endlich Projekte mit hoher Dringlichkeit zu realisieren.“ Froh sind die Bauexperten über die Duldsamkeit der TU-Öffentlichkeit, denn die Staub-und Lärm-Belastung durch Bauarbeiten waren erheblich. Mit seiner Abteilung ist Martin Schwacke besonders zufrieden: "Wir haben immerhin 20 Millionen in zwei Jahren zusätzlich umgesetzt, das ist eine Leistung der Bauabteilung, die keineswegs selbstverständlich ist."

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 1/2011

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