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Innenansichten

Komprimiert und vereinfacht

Donnerstag, 20. Januar 2011

Der neue Tarifvertrag TV-L Berliner Hochschulen ist Ergebnis vieler Kompromisse beider Seiten

Die Personalratsvorsitzende der TU Berlin, Kerstin Toepfer, erklärt, worauf Beschäftigte jetzt achten sollten.

Frau Toepfer, seit Januar 2011 gilt ein neuer Tarifvertrag auch für die Berliner Hochschulen, der "TV-L Berliner Hochschulen" sowie ein entsprechender Überleitungsvertrag, der "TVÜ-Länder Berliner Hochschulen". Halten Sie den Vertrag aus Sicht des Personals für gelungen?

Kerstin Toepfer ist Personalratsvorsitzende seit Oktober 2010
Lupe

Grundsätzlich ja. Das Tarifwerk ist komprimiert und hat vieles vereinfacht. Ich bin froh, dass dieses moderne und zeitgemäße Tarifwerk mitsamt Überleitungsvertrag endlich an der TU Berlin eingeführt ist. Beide Seiten, Arbeitgeber und Gewerkschaften, sind bei der Ausarbeitung Kompromisse eingegangen. Für unsere Universität ist es gut, um unter den äußeren Zwängen bestehen zu können. Ich freue mich auch für die Auszubildenden, die ebenfalls zum 1. August 2011 eine höhere Ausbildungsvergütung erhalten.

Welche Möglichkeiten bietet das Tarifwerk denn?

Der TV-L Berliner Hochschulen lässt sehr viel mehr Gestaltungsspielraum offen, als das mit dem BAT und dem BMT-G möglich war. Das heißt, man kann besser auf die individuellen Leistungsstärken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingehen und damit entsprechend leichter gute Fachkräfte binden – sowohl in den Fakultäten als auch in der Verwaltung.

Was heißt das konkret?

Die künftigen Kolleginnen und Kollegen können sich bei einer Neueinstellung ihre im öffentlichen Dienst erworbenen einschlägigen Berufserfahrungen unter bestimmten Voraussetzungen anerkennen lassen. Das ist eine Besonderheit, die sich in der Einstufung finanziell positiv bemerkbar macht. Außerdem lässt der TV-L Möglichkeiten offen, finanzielle Anreize zu schaffen. Insgesamt ist der Grundgedanke nicht darauf ausgerichtet, nach Alter, sondern nach Berufserfahrung zu bezahlen.

Worauf sollten die Beschäftigten jetzt achten?

Alle Beschäftigten, die übergeleitet wurden, also alle, die am 31.12.2010 und am 1.1.2011 an der TU Berlin waren, sollten ihre Eingruppierung bis zum 31. März 2011 prüfen. Das betrifft vor allem Leute, die wegen des Fehlens einer geforderten Erfahrung niedriger eingruppiert wurden, sofern sie über sonstige für die auszuübende Tätigkeit erforderliche Kenntnisse verfügen und diese belegen können, und sie aufgrund dieser Kenntnisse und Erfahrungen ausgewählt wurden. Für Eltern, die bisher kein Kindergeld von der Familienkasse der TU Berlin erhalten, ist wichtig, dass sie bis zum 28. Februar 2011 einen Wechsel zur Familienkasse TU Berlin rückwirkend beantragen können, und dann wird der kinderbezogene Zuschlag als Besitzstandszulage gezahlt. Wichtig ist, dass alle, wenn sie das Gehalt für Januar bekommen, das Bruttoentgelt mit demjenigen aus dem Dezember 2010 vergleichen. Mehr kann es werden, aber weniger nicht! Der Nettobetrag kann variieren, zum Beispiel weil sich die Krankenkassenbeiträge und die steuerlichen Abzüge verändert haben. Bei Abweichungen, Fragen und Zweifeln sollte man sich sofort an die Personalstelle oder an den Personalrat wenden, um das zu klären.

Ich persönlich freue mich, Sie in Zeiten großer Veränderung unterstützend begleiten zu dürfen. Ich wünsche uns Beschäftigten eine Überleitungsphase mit möglichst wenig Problemen.

Vielen Dank!

Das Gespräch führte Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 1/2011

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