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TU Berlin

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20 Jahre Frauenbeauftragte

Kleine Projekte – große Effekte

Donnerstag, 17. Februar 2011

Förderung brauchen Frauen nur, bis diskriminierende Strukturen abgebaut sind

In fast allen Bereichen der TU Berlin ist Chancengleichheit der Geschlechter durch das geschärfte Profil in den Technik- und Naturwissenschaften nur durch tiefgreifende strukturelle Veränderungen bei gleichzeitiger individueller und programmatischer Frauenförderung zu realisieren. In beiden Aufgabenfeldern hat sich durch das Engagement der Frauenbeauftragten in den vergangenen zwanzig Jahren einiges bewegt.

So sind auf ihre Initiative hin zahlreiche Programme entwickelt worden, die der Universität ein innovatives Profil geben und die das Ziel einer individuellen Frauenförderung verfolgen. Es sind kleinere Projekte in den Fakultäten entstanden wie ein Frauenprogrammierkurs, die Projekte „Zielgerade“, „GINUT“ oder die Lab-Girls, aber auch erfolgreiche große Programme wie der Techno-Club, der Projektverbund Zielgerade/IMPETUS, proMotion und das universitätsübergreifende ProFiL-Programm für Wissenschaftlerinnen auf dem Weg zur Professur. Damit verfügt die TU Berlin über eine Programmstruktur, die beginnend in der Grundschule ab der 5. Klasse mit dem Girls’ Day junge Frauen kontinuierlich über ihren gesamten Qualifikationsweg bis hin zur Professur begleiten kann.

Mit Veranstaltungen wie den Schülerinnen&Schüler-Technik-Tagen, dem Girls‘ Day und dem Projekt GET-IT! versucht die TU Berlin speziell bei Mädchen Interesse für Technik zu wecken
Lupe

In der öffentlichen Diskussion ist Frauenförderung umstritten, ungeachtet dessen sind die Programme gut nachgefragt und erfolgreich. Dies hängt mit Gewissheit damit zusammen, dass keines der Programme im Konzept davon ausgeht, dass Frauen Defizite aufweisen, sondern davon, dass sie nur der Förderung bedürfen, bis die Strukturen im Wissenschaftsbereich, die sie kontinuierlich ausschließen und diskriminieren, endlich abgebaut sind. So setzt der Projektverbund Zielgerade/IMPETUS darauf, durch fakultätsübergreifende Workshops Studentinnen aus männerdominierten Studiengängen, in denen sie immer eine Minderheit darstellen, miteinander zu vernetzen und sie bei der Ausbildung von individuellen Strategien für Studium und Beruf zu unterstützen. Über eine Mailingliste sind etwa 200 Studentinnen miteinander verbunden, ein Newsletter informiert regelmäßig über alle Veranstaltungen. Gerade die Kurse zum wissenschaftlichen Schreiben oder zu LaTeX und Office-Anwendungen sind schnell ausgebucht. Nahtlos schließt sich proMotion, das „Virtuelle Kolleg für Doktorandinnen“, an. Seit seiner Gründung 2003 haben insgesamt 340 Promovendinnen das Weiterbildungsangebot in Anspruch genommen. In die Beratung kommen promotionsinteressierte Studentinnen mit ihren Fragen wie auch Promovendinnen, die den Aufbau ihres wissenschaftlichen Netzwerks strategisch angehen wollen oder sich fragen, wie sie Forschung, Lehre und Familie unter einen Hut bekommen sollen.

Meine eigene Begeisterung, mit und für Frauen zu arbeiten, ist seit zwanzig Jahren ungebrochen. Der nächste Schritt wird sein, alle Einzelinitiativen systematisch zu vernetzen und in eine Gesamtstrategie zu überführen, die wir werbewirksamer als bisher in das Öffentlichkeitskonzept der TU Berlin einpflegen können.

Susanne Plaumann, 1. stellvertretende Zentrale Frauenbeauftragte / Quelle: "TU intern", 2/2011

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