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TU Berlin

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Innenansichten

Work-Life-Balance ungelöst …

Montag, 18. Oktober 2010

Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit – Frauenvollversammlung 2010 an der TU Berlin

Das Gleichgewicht zu halten ist im Sport einfacher als in der Gesellschaft. Hier eine Hochschulsport-Show an der TU Berlin
Lupe

Seit 2001 bietet die berufundfamilie gGmbH mit dem "audit familiengerechte hochschule" ein strukturiertes Verfahren zur familiengerechten Umgestaltung der Arbeits- und Studienbedingungen an Universitäten an. Ausgehend von dieser Initiative der Hertie-Stiftung erlebte damit ein Thema ein Revival, das seit über 20 Jahren die Gleichstellungsarbeit begleitet: die Frage nach der Vereinbarkeit von Beruf und unterschiedlichsten Feldern gesellschaftlicher Verantwortung, aktuell unter dem Schlagwort "Work-Life-Balance" subsumiert.

Auch an der TU Berlin wurde mit der Auditierung 2008 die Thematik als Breitenaufgabe verstärkt in die Universität hineingetragen. Derzeit findet bereits der Prozess der Reauditierung statt. Im Zuge dessen wird ein detaillierter Maßnahmenkatalog weiterentwickelt, der die Universität dem Ziel einer familienfreundlichen Hochschule näher bringen soll.

Doch viele gut gemeinte Bemühungen kollidieren mit einem auf den Mann fokussierten, sogenannten androzentrischen Leitbild Humboldt’scher Tradition, das nach wie vor wissenschaftliche Berufung und Erfolg mit einer permanenten Verfügbarkeit verknüpft. Dieses Ideal "modernisiert sich" über Leitbilder aus dem Bereich des ebenfalls männlich dominierten gehobenen Managements – auch hier eher im Widerspruch zur Vereinbarkeitsthematik.

Mehrere Veranstaltungen an der TU Berlin haben sich 2010 mit diesem Problem befasst: so zum Beispiel die Teilpersonalversammlung für Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Januar 2010 und die Interaktive Lernwerkstatt "Gimme Two! Work-Life-Balance und akademische Karrieren", die von Prof. Dr. Claudia Neusüß und Prof. Dr. Jan Kratzer (beide Fakultät VII Wirtschaft und Management) im Juli 2010 angeboten wurde. Auch das Weiterbildungsangebot der Zentraleinrichtung Wissenschaftliche Weiterbildung und Kooperation (ZEWK) "Work-Life-Balance für Wissenschaftler – zukunftsorientiertes Selbstmanagement für Väter" gehört dazu. Die angestoßenen Diskussionen, aber auch Beratungsanfragen machen deutlich, dass zwischen Anspruch und Wirklichkeit nicht selten eine große Lücke klafft.

Am 11. November 2010 findet eine Frauenvollversammlung statt, die darum unter dem Titel "Work-Life-Balance: Neue Zauberformel oder der alte Spagat?" diese schwierige Frage aufgreifen und Lösungen für alle Statusgruppen diskutieren wird. Als Festrednerin wird die Soziologin Lena Weber von der Universität Paderborn sprechen. Zur Vollversammlung mit anschließender Podiumsdiskussion und Workshop sind alle Frauen an der TU Berlin eingeladen. Sie werden vom TU-Präsidium für die Zeit der Veranstaltung freigestellt.

Dr. Andrea Blumtritt, Zentrale Frauenbeauftragte / Quelle: "TU intern", 10/2010

Frauenvollversammlung 11. 11. 2010, 10 Uhr, Raum H 3005
www.tu-berlin.de/?id=23514

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