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TU Berlin

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Innenansichten

Kreativität und Ausdauer

Montag, 18. Oktober 2010

Bundespräsident diskutierte an historischer Stätte den Ingenieurmangel

Der "erste Mann im Staate", Bundespräsident Christian Wulff, mit ThyssenKrupp-Chef Ekkehard D. Schulz im TU-Lichthof
Lupe

"Erzähle mir und ich vergesse, zeige mir und ich erinnere, lass es mich tun und ich verstehe." Mit diesem Zitat des chinesischen Denkers Konfuzius leitete der Präsident der Bundesrepublik Deutschland, Christian Wulff, im Lichthof der TU Berlin sein Plädoyer für eine möglichst frühe und praktische Heranführung von Kindern an Naturwissenschaften und Technik ein. Nur so werde Deutschland auch zukünftig seinen Status als eine der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften der Welt erhalten können.

"Technikbegeisterung wecken – Ingenieurnachwuchs gewinnen" hieß die Veranstaltung, zu der die Thyssen Krupp AG mit der TU Berlin Ende September geladen hatte. Anlass war die Vorstellung eines neuen Buches von Dr. Ekkehard D. Schulz, ThyssenKrupp-Vorstandsvorsitzender und TU-Ehrendoktor. "Ingenieure schlagen eine Brücke in die Zukunft", sagte TU-Vizepräsidentin Prof. Dr. Ulrike Woggon zur Begrüßung. Sie wies auf die vielfältigen Bemühungen der TU Berlin hin, dem technischen Nachwuchsmangel entgegenzuwirken. Mehr als 60 000 Ingenieure und Ingenieurinnen, Techniker und Facharbeiter fehlen in Deutschland, mehr als ein kompletter Altersjahrgang. Um die Begeisterung für Technik weit vor dem Studium zu wecken, habe die TU Berlin bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen, zuletzt die Einstellung einer Schulkoordinatorin. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten neben Fraunhofer-Präsident Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger, der Rektorin der TU Dortmund, Prof. Dr. Ursula Gather und der jungen ThyssenKrupp-Ingenieurin Dr.-Ing. Julia Imlau, auch ein Maschinenbaustudent und ein Jugend-forscht-Bundessieger das Image des Ingenieurberufs. Ines Nolte, Grundschullehrerin an einer Schule, die zu 80 Prozent von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund und bildungsfernem Elternhaus besucht wird, beklagte unter anderem, dass die Technik im Regelschulsystem kaum vorkomme.

Ein für den Ingenieurberuf wichtiges historisches Ereignis, das im TU-Lichthof stattfand, hob ThyssenKrupp-Chef Dr. Ekkehard D. Schulz hervor. Hier verlieh 1899 der deutsche Kaiser und König von Preußen Wilhelm II. den technischen Hochschulen in Preußen als ersten im Deutschen Reich das Recht, den "Diplom-Ingenieur" zu verleihen und zu promovieren. Mit seinem populär aufgemachten Buch "55 Gründe, Ingenieur zu werden" bricht Schulz nun eine neue Lanze für den Ingenieurberuf: "Das Rad des Lebens kennt keinen Anfang und kein Ende", sagt er, "sondern nur Zwischenstadien, die mit Kreativität und Ausdauer ständig zu optimieren sind."

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 10/2010

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