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TU Berlin

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Innenansichten

Bessere Qualität der Raumluft

Montag, 14. Juni 2010

An der TU Berlin wird seit 125 Jahren Heiz- und Raumlufttechnik gelehrt

Hermann Rietschel (1847-1914)
Lupe

Am 12. Juli 2010 feiert das Fachgebiet Heiz- und Raumlaufttechnik, Hermann-Rietschel-Institut, der TU Berlin sein 125-jähriges Bestehen. Bei einem Festkolloquium werden ehemalige Professoren sowie Institutsfreunde Fachvorträge halten. Im Rahmen der Veranstaltung wird außerdem der IMTECH-Hermann-Rietschel-Preis an Absolventen im Bereich Heiz- und Raumlufttechnik verliehen.

Doch wessen Namen trägt das ehrwürdige Institut? Hermann Rietschel gilt als einer der Wegbereiter des modernen Maschinenbaus. Die Technische Hochschule Charlottenburg, Vorgängereinrichtung der TU Berlin, erkannte als erste Hochschule Deutschlands die zukünftige Bedeutung des Faches "Heizung und Lüftung" und besetzte im Juli 1885 den neu geschaffenen Lehrstuhl für Ventilation und Heizungswesen mit Hermann Rietschel. Nach Abschluss des Studiums des Maschinenbaus an der Königlichen Gewerbeakademie gründete er 1871 eine Installationsfirma für Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagen. Doch trotz großen Erfolges füllte sie Hermann Rietschel allein nicht aus. Neben publizistischen Tätigkeiten auf dem Gebiet der Heizungs- und Lüftungstechnik untersuchte er die Belüftung und Beheizung von Schulen und stellte damit seine wissenschaftliche Befähigung eindrucksvoll unter Beweis.

1893 wurde Hermann Rietschel Rektor der Technischen Hochschule Berlin und 1894 deren Prorektor. Seine Idee war es, die bei der Erzeugung von Energie anfallende Wärme als Fernwärme für die Heizung von Gebäuden und Stadtteilen zu nutzen. Außerdem entwickelte er den bekannten Rippenheizkörper. Er war Mitglied des Gremiums zur Vergabe der Aufträge zum Bau der technischen Anlagen des Reichstagsgebäudes sowie diverser Schauspielhäuser.

Seit Rietschels Zeit wurden im Fachgebiet Heiz- und Raumlufttechnik, das seit 1965 in der Marchstraße 4 ansässig ist, grundlegende Forschungen zu Rohr- und Kanalnetzen, Heizungs- und Lüftungsanlagen, zu Wärme- und Stofftransport sowie zur Behaglichkeit in Innenräumen durchgeführt. Studierende lernen in den Studiengängen Heiz- und Raumlufttechnik, Architektur und Energietechnik. Seit 1992 existiert der Forschungsschwerpunkt "Empfundene Luftqualität in Gebäuden". Das Fachgebiet ist inzwischen federführend in der Gestaltung von nationalen und internationalen Richtlinien und Normen. Weitere Forschungsvorhaben sind Untersuchungen zu Latentwärmespeichern, Raumströmungen in Lokführerständen und Flugzeugkabinen sowie Strömungssimulationen. Nach wie vor im Fokus der Forschung steht, wie zu Rietschels Zeiten, die Beheizung und Belüftung von Schulgebäuden.

Valeska Michel, Fachgebiet Heiz- und Raumlufttechnik,Hermann-Rietschel-Institut / Quelle: "TU intern", 6/2010

12. Juli 2010, Marchstraße 4, Raum HL 1

www.hri.tu-berlin.de

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