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TU Berlin

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Neues Profil: Die TU Berlin 2000 – 2010

Wissenschaftsstadt Berlin geprägt

Montag, 22. Februar 2010

Martin Rennert
Lupe

Ich werde es anderen überlassen müssen, die Leistungen meines hoch geschätzten Kollegen Professor Kurt Kutzler für die TU Berlin zu würdigen. Dies wird geschehen, und es wird viele Minuten und viel beschriebenes Papier benötigen. Wenn ich heute einige Worte zum Abschied Kurt Kutzlers aus dem Amt des Präsidenten der TU Berlin schreibe, dann um das zu streifen, was andere vielleicht nicht aus der Perspektive des Nachbarn und Partners sagen können: mit welcher Verve, welchem Engagement er seit Jahrzehnten und bis heute die Wissenschaftsstadt Berlin geprägt, verteidigt und entwickelt hat, mit welcher Genauigkeit er zu jedem Zeitpunkt und auch in den gerade abgeschlossenen Hochschulvertragsverhandlungen den Blick dafür bewahrt, dass Berlin nicht Wissenschaftsstandort sein kann, wenn die Kultur nicht mitbedacht wird, mit welcher Kraft er mit uns gemeinsam an der Entwicklung einer Perspektive für das "Hemd" Charlottenburg arbeitet, da es ihm zwar nicht näher ist als der „Rock“ Berlin, aber eben gleichermaßen bedeutsam für die TU Berlin und ihre Entwicklungsmöglichkeiten, und mit welcher Umsicht er, diplomatisch moderierend, Konfrontationen und zunächst scheinbar unüberbrückbare Gegensätze in konstruktive Ergebnisse umzumünzen versteht.

Kurt Kutzler ist ein in vieler Hinsicht bemerkenswerter Mann. Dass man ihn nicht übersehen kann, ist bekannt, dass man seinen Argumenten gerne zuhört und sich ihnen oft anschließt, ist ein Talent. Dass in ihm die Leidenschaft für Musik, und da speziell für die Oper, lodert, mag unser gegenseitiges Verständnis beflügelt haben – es waren jedenfalls sicherlich nicht meine Kenntnisse in der Mathematik. Doch hat das eine durchaus mit dem anderen zu tun: Unerwartete Gedankenstränge zu entwickeln, Nuancen einer anderen Sichtweise zu erkennen und auf sie ebenso nuanciert zu antworten, ständig beweglich zu sein, ist sowohl zutiefst künstlerisch als auch seinem Fachgebiet durchaus eigen. In den vielen Runden, in denen wir bisher gemeinsam saßen, wird er mir fehlen – auch wenn ich bezweifle, dass viele Runden ihm fehlen werden. In anderen Kreisen und Runden werde ich aber wieder neben ihm sitzen, schon heute weiß ich von zweien. Als politischer Partner wird er nicht mehr gleichermaßen zur Verfügung stehen, als Gesprächspartner jedoch schon, und letztlich zählt das Zweite mehr. Ad multos annos, lieber Freund!

Prof. Martin Rennert, Präsident der Universität der Künste Berlin / Quelle: "TU intern", 2/2010

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