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Neues Profil: Die TU Berlin 2000 – 2010

Was erwarten wir von einem guten Präsidenten?

Montag, 22. Februar 2010

Mission mit stetiger Routine und Professionalität bewältigt

Von Christian Thomsen

Empfang mit Bildungsministerin Annette Schavan zur Verleihung der Ehrendoktorwürde an den chinesischen Bildungsminister WAN Gang (M.) im Oktober 2008
Lupe [1]

Er soll eine brillante Strategie der Universität entwerfen, vertreten und umsetzen. Er soll möglichst viel Geld vom Senat von Berlin hereinholen, damit wir alle unsere Aufgaben möglichst gut wahrnehmen können. Er soll die Universität international sichtbar vertreten, ihren Ruhm steigern. "Ah, Sie kommen von der bekannten TU Berlin"?– will man gerne hören, wenn man sich irgendwo vorstellt. Er soll alle Fachgebiete fördern, die starken und die schwachen. Er soll Frieden stiften zwischen Fakultäten, wo es knirscht. Er soll ein guter Dienstherr sein, der seine Mitarbeiter schätzt und ihnen gerechten Lohn für ihre gute Arbeit sichert. Er muss sich um Berufungen kümmern, aus strategischer Sicht und konkret, wenn es um das Verhandeln geht. Er soll für die Studierenden da sein, wenn sie Unzulänglichkeiten der Prüfungsordnungen oder strukturelle Mängel im Bachelorstudium kritisieren. Er muss sich um Gebäude und Baumaßnahmen kümmern. Er soll die Fakultäten bewegen, gute Studiengänge zu führen. Im Berliner Wettbewerb zwischen den Universitäten muss er dafür sorgen, dass mit gleicher Stimme gesprochen wird und er gleichzeitig die Ziele der TU durchsetzen kann. Er muss Ehrenpromotionen vergeben und unzählig viele gute Reden halten. Er ist Vorsitzender des Akademischen Senats. Er ist für den Haushalt der Universität verantwortlich. Die Kollegen erwarten Anregungen und Ansporn von ihm, Kritik und Tadel hören wir nicht so gerne. Er soll die Universität in die Exzellenz führen und gleichzeitig dafür sorgen, dass sie nicht im Exzellenzsog untergeht. Er soll Kontakte herstellen, die zu weiteren Drittmitteln führen. Er soll die Bemessungsgrößen, nach denen Berliner Haushaltsgelder verteilt werden, für die Universität optimieren. Er muss sich mit den Wünschen Einzelner auseinandersetzen, wenn sie sich in ihrer Fakultät nicht durchsetzen können. Er muss ihnen manchmal erklären, dass er da leider auch nichts machen kann, und den Bittstellern gleichzeitig das Gefühl vermitteln, dass sie dennoch wichtige Mitglieder der Universität sind. Manchmal kann er auch etwas für sie machen.

Von seinen mannigfaltigen Aufgaben habe ich sicher ganz viele nicht aufgeführt. Und es ist natürlich auch so, dass er all diese Aufgaben nicht alleine erledigt, sondern ein ziemlich großes Team hat, das ihn bei seiner Arbeit unterstützt. Trotzdem ist er für alles verantwortlich; wenn es irgendwo schiefgeht, wendet man sich an ihn. Wie könne er …? Und wieso habe er nicht …?

Unser Präsident Kurt Kutzler hat seine Mission mit stetiger Routine und Professionalität bewältigt. Die TU Berlin ist stolz, Herrn Kutzler fast ein Jahrzehnt lang als Präsidenten gehabt zu haben. In dieser Zeit ist die Universität in vielen Dingen vorangekommen, hat ihre Struktur den gegenwärtigen Wirklichkeiten angepasst und ist erfolgreich gewesen. Die Universität hat in der Exzellenzinitiative reüssiert und internationale Standbeine kreiert. Alle Statusgruppen können behaupten, dass sie gerne an der TU Berlin sind.

Herr Kutzler war ein guter Präsident.

Prof. Dr. Christian Thomsen ist Dekan der Fakultät II Mathematik und Naturwissenschaften der TU Berlin. / Quelle: "TU intern", 2/2010

"TU intern" Februar 2010

  • Online-Inhaltsverzeichnis [2]
  • Hochschulzeitung "TU intern" - Februar 2010 [3]
  • Neues Profil: Die TU Berlin 2000 – 2010 (Sonderbeilage) [4]
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