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Neues Profil: Die TU Berlin 2000 – 2010

Uni der kurzen Wege mit strategischer Bauplanung

Montag, 22. Februar 2010

Die TU Berlin als Nukleus des Wissenschaftscampus Charlottenburg

Von Hans Joachim Rieseberg

Nach seiner behutsamen Restaurierung eröffnet der Lichthof des TU-Hauptgebäudes vielseitige Möglichkeiten. Unter anderem bot er kürzlich ein klassisches Ambiente für die Ausstellung "Schule der Neuen Prächtigkeit" der Maler Johannes Grützke (l.) und Matth
Lupe

In den letzten zehn Jahren haben wir mit der Bauplanung und -umsetzung einen systematischen Aus- und Umbau geschaffen. Eines der größten Projekte war sicherlich der Bibliotheksneubau und damit verbunden die Schaffung einer echten Zentralbibliothek mit der Zusammenführung der Einzelbibliotheken. Dies bedurfte eines Projektmanagements, das behutsam die Zusammenführung vorantrieb. Darüber hinaus war der Bau mit 52 Millionen Euro extrem sparsam, und wir konnten VW als Großsponsor gewinnen. Der Bau trieb die Konzentration der TU Berlin am Standort Charlottenburg – mitten in der City West – voran. Damit bekamen wir ein Alleinstellungsmerkmal: die Konzentration aller Fakultäten mit Ausnahme des Bauingenieurwesens als pulsierendes Teilorgan der Stadt und nicht auf einer grünen Wiese. Diese visionäre Entwicklung wurde durch den Präsidenten gestützt und getragen. Dazu gehörte, dass wir mehr und mehr Mietflächen aufgaben und unsere Institute in eigenen Gebäuden auf dem Campus unterbrachten. Ein Beispiel hierfür war die Aufstockung des Hauptgebäudes. So haben wir insgesamt rund 60 000 Quadratmeter abgemietet und 32 000 Quadratmeter neu gebaut. Wir sind damit zur Universität der kurzen Wege für Studierende geworden. Gleichzeitig haben wir für die Projekte der Exzellenzinitiative trotz der mangelhaften finanziellen Ausstattung gute Bedingungen für die Forschung geschaffen.

Ein weiterer Höhepunkt in der Amtszeit von Kurt Kutzler war die Fertigstellung des TIB-Geländes und der dort befindlichen Peter-Behrens-Halle. Dieses grandiose Baudenkmal dient nun unserem Bauingenieurwesen als Forschungslabor. Es ist eins der größten in Europa.

Im Rahmen der wirtschafts- und industrienahen Förderung nehmen die "Deutsche Telekom Laboratories" als An-Institut der TU Berlin einen wichtigen Platz ein. Im Zuge der Sanierung des TU-Hochhauses wurden sie dort untergebracht. Gleichzeitig haben wir in dem Gebäude eine der modernsten Brandschutzsanierungen umgesetzt.

Auch die behutsame Sanierung des Lichthofes war ein bedeutender Meilenstein, steht doch für ein Bündel an Maßnahmen, die Universität repräsentativ und imagebildend umzugestalten. Dazu zählen auch das neue Campus Center oder der umgestaltete Vorplatz des Hauptgebäudes. Die Sanierung weiterer Häuser wurde bereits begonnen oder ist in Planung.

Auf dem Nord-Campus haben wir vor wenigen Monaten den Grundstein für das Elektronenmikroskopie-Gebäude gelegt – ein Beispiel, wie wir mit Baumaßnahmen die Forschungsentwicklung unserer Universität vorantreiben. Dazu gehört auch der Umbau der Wasserbau-Halle in ein modernes Maschinenbauzentrum, das mitten im Herzen der Universität seinen Platz findet. Zusammen mit dem Neubau des Forschungsinstituts für Maschinenbau und Informatik werden wir ein neues Wahrzeichen der TU Berlin an der Straße des 17. Juni schaffen.

Im Rahmen der TU-Gesamtplanung hatte sich Präsident Kurt Kutzler entschlossen, zusammen mit dem Senat einen Masterplan zu erarbeiten, der 2009 fertig wurde und heute einen wichtigen Teil der Entwicklungsplanung für die City West darstellt. Mit diesem Masterplan entwickelt sich die TU Berlin zum Nukleus des Wissenschaftscampus Charlottenburg. Motor dafür sollen viele Ausgründungen sein, die wiederum die Wirtschaftsentwicklung der Stadt ankurbeln. Unser neues Gründungszentrum auf dem Süd-Campus war ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Während seiner gesamten Amtszeit hat Kurt Kutzler auch die technische Infrastruktur in hohem Maße gefördert. Dazu zählen zahlreiche Brandschutzmaßnahmen, die Modernisierung unseres Stromnetzes oder der Aufzüge. Parallel dazu haben wir in den vergangenen Jahren ein eigenes Facility-Management-System entwickelt, dass alle Funktionen des Bauens, des Planens und der Unterhaltung unserer Gebäude in ein Gesamtsystem zusammenfasst, abbildet und damit transparent darstellt. Damit sind wir in der Lage, die Verwaltung der Liegenschaften wirtschaftlich und effizient zu gestalten, und besitzen gegenüber vielen anderen deutschen und europäischen Universitäten einen entscheidenden Vorsprung.

Ich habe in meiner Zeit als Leiter der Abteilung für Gebäude- und Dienstemanagement sehr intensiv, sehr vertrauensvoll und sehr effektiv mit Professor Kurt Kutzler zusammengearbeitet.

Hans Joachim Rieseberg ist Leiter der Bauabteilung der TU Berlin. / Quelle: "TU intern", 2/2010

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