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TU Berlin

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Neues Profil: Die TU Berlin 2000 – 2010

Systematisch unterstützen

Montag, 22. Februar 2010

Wissenschaftlicher Nachwuchs an der TU Berlin – Probleme, Chancen und Zukunftsperspektiven

Von Gabriele Wendorf

Um dem wissenschaftlichen Nachwuchs – im Bild Juniorprofessorin Birgit Kleinschmit – gute Bedingungen bieten zu können, hat die TU Berlin viele Maßnahmen ergriffen
Lupe [1]

Vor etwas mehr als zehn Jahren wurde mit einer ersten Umfrage bei den Promovierenden im Mittelbau eine neue Phase der Auseinandersetzung mit dem wissenschaftlichen Nachwuchs an der TU Berlin eingeleitet. Seither wird auf Beschluss des Akademischen Senats alle fünf Jahre eine Erhebung bei den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführt. Mit diesen "WM-Studien" wurde die TU Berlin zur Vorreiterin in dem Bemühen, den wissenschaftlichen Nachwuchs systematisch zu unterstützen. Die nachfolgend auszugsweise dargestellten Maßnahmen wären ohne eine klare Verbindlichkeit der Leitung nicht möglich gewesen. Dies gilt insbesondere auch für die verschiedenen Maßnahmen zur Förderung des weiblichen Nachwuchses, die Präsident Kutzler immer als Chefsache betrachtet und unterstützt hat.

Ein Resultat der ersten WM-Studie sind die 2002 entwickelten Einführungskurse "Teaching for Universities' Best" der Zentraleinrichtung wissenschaftliche Weiterbildung und Kooperation, deren von Beginn an durchgeführte Evaluationen gezeigt haben, dass die TU Berlin damit auf dem richtigen Weg ist. Der Bedarf und die Feedbacks der Teilnehmenden haben dazu motiviert, das überfachliche Qualifizierungsprogramm für Lehre und Forschung immer weiter zu systematisieren. Letztlich ist ein Weiterbildungskonzept entstanden, das von der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik akkreditiert wurde und den Erwerb eines Zertifikats ermöglicht. Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler haben seitdem die Möglichkeit, wichtige Kompetenzen zu erwerben, die nicht nur für die Lehre hilfreich sind.

Ein Blick in Statistiken zu wissenschaftlichen Karrierewegen zeigt, dass der sogenannte "Leaky Pipeline"-Effekt, also der Abbruch der wissenschaftlichen Karriere, vor allem bei Frauen sehr groß ist. Aus dieser Erkenntnis und den Erfahrungen mit der wissenschaftlichen Weiterbildung hat die ehemalige Zentrale Frauenbeauftragte, Heidi Degethoff de Campos, mit "ProMotion" im Jahr 2003 ein Programm ins Leben gerufen, das durch Themen wie Rhetorik, Präsentationstechnik, Zeit- und Selbstmanagement, Konfliktmanagement und Netzwerken die Frauen in der Qualifizierungsphase unterstützt und ihnen Kompetenzen für die Wissenschaft und andere Karrierewege vermittelt. Im Jahr 2004 wurde schließlich das berlinweite Programm "ProFiL" initiiert, das eine Professionalisierung von Wissenschaftlerinnen in der Postdoc-Phase zum Ziel hat. Die letzte WM-Studie von 2007 hat vor allem gezeigt, dass die bis dahin ergriffenen Maßnahmen nicht flächendeckend bekannt waren. Auch wenn die TU Berlin in einer jüngst durchgeführten Studie zum Mittelbau vergleichsweise gut abschnitt, ist noch viel zu tun. Hierfür wurde 2009 das Nachwuchsbüro "TU-Doc" eingerichtet, das mit Einführungsveranstaltungen und Informationsangeboten Promovierende unterstützt – seit Februar dieses Jahres auch durch ein Netzwerk für Promotionsprogramme. Künftig wird der Erwerb überfachlicher Qualifikationen während und nach der Promotionsphase wachsende Bedeutung haben. Es gilt, dies bewusst zu machen und dem wissenschaftlichen Nachwuchs hierfür geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen.

Dr. Gabriele Wendorf ist Vizepräsidentin für Weiterbildung und wissenschaftlichen Nachwuchs an der TU Berlin. / Quelle: "TU intern", 2/2010

"TU intern" Februar 2010

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  • Hochschulzeitung "TU intern" - Februar 2010 [3]
  • Neues Profil: Die TU Berlin 2000 – 2010 (Sonderbeilage) [4]

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