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TU Berlin

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Neues Profil: Die TU Berlin 2000 – 2010

Hoher Einsatz für Profilbildung

Montag, 22. Februar 2010

Manfred Gentz
Lupe

Wenn Prof. Kurt Kutzler Ende März 2010 aus seinem Amt als Präsident der TU Berlin ausscheidet und in den Ruhestand tritt, kann er nicht nur auf 37 Jahre Amtszeit als Professor der TU Berlin zurückblicken, sondern auf fast sieben Jahre als 1. Vizepräsident und acht Jahre als Präsident. Während dieser langen Zeit hat sich vieles an der TU Berlin verändert. Die vom Land Berlin wegen der extrem schwierigen Haushaltslage verordneten Mittelkürzungen für die Berliner Hochschulen führten zu dramatischen Einschnitten an der TU Berlin. Die Zahl der ordentlichen Professorenstellen ging von 1992 bis 2009 von 580 auf 276 um mehr als die Hälfte zurück; die Zahl der Studierenden dagegen nur von rund 38 000 auf rund 30 000. Die Ausbildungslast ist für die Professoren, aber auch für die wissenschaftlichen Mitarbeiter deutlich, in Teilen unzumutbar gestiegen.

Die TU Berlin hat darauf während der Amtszeit von Professor Kutzler mit einer internen Neuordnung der Fakultäten, mit einer unvermeidlichen Reduzierung des Forschungs- und Lehrportfolios in verschiedenen Fächern und mit der Bildung von Schwerpunkten sowie vermehrten und erfolgreichen Anstrengungen zur Einwerbung von Drittmitteln reagiert. Damit konnten die Mittelkürzungen des Landes Berlin zwar nicht ausgeglichen, aber doch so weit abgemildert werden, dass die TU Berlin heute für sich in Anspruch nehmen kann, in den verbliebenen Fächern die Qualität ihrer Forschung und Lehre – jedenfalls überwiegend – nicht nur gehalten, sondern mit großen Anstrengungen Schritt für Schritt gesteigert zu haben. Dazu hat auch die von Professor Kutzler mit Nachdruck verfolgte räumliche Konzentration und Gebäuderenovierung auf dem Campus Charlottenburg beigetragen.

Unter der Leitung von Präsident Kutzler hat sich die TU Berlin im Februar 2006 im Rahmen der Experimentierklausel des Berliner Hochschulgesetzes – als letzte der Berliner Universitäten – eine neue Grundordnung gegeben. Da die Grundordnung – trotz Experimentierklausel – viele Vorgaben des Hochschulgesetzes beachten musste, trägt sie zwar viele Zeichen des Kompromisses, bringt aber gegenüber der früheren Hochschulverfassung deutliche Verbesserungen. Alle beteiligten Gremien sind noch dabei, den Umgang mit der neuen Grundordnung zu "lernen" und zu optimieren.

Als Letztes aus der Fülle der erfolgreichen Initiativen von Präsident Kutzler möchte ich auf die vielfältigen Verbindungen zum Ausland hinweisen, die er durch hohen persönlichen Einsatz ausgebaut, erweitert und zum Teil neu geschaffen hat. Damit ist die TU Berlin nicht nur für ausländische Studenten wieder attraktiver und bekannter geworden, sondern auch in Forschung und Lehre heute international bei Weitem stärker vernetzt und anerkannt.

Es bliebe vieles mehr aus der Amtszeit von Professor Kutzler hervorzuheben; dazu reicht der begrenzte Raum hier nicht. Deshalb möchte ich schließen mit einem großen Dank an ihn, der – so könnte man es wirklich sagen – sein ganzes berufliches und große Teile seines privaten Lebens der TU Berlin gewidmet hatte. Er hat viel bewegt und angestoßen, was weit über seine Amtszeit hinaus weiter wirken und verfolgt werden wird.

Ich wünsche ihm – auch im Namen des Kuratoriums – für die Zukunft alles Gute.

Dr. Manfred Gentz, Vorsitzender des Kuratoriums der TU Berlin / Quelle: "TU intern", 2/2010

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