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TU Berlin

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Neues Profil: Die TU Berlin 2000 – 2010

Frauen, MINT und Familie

Montag, 22. Februar 2010

Neue Herausforderungen für die TU Berlin

Von Martina Schraudner und Angela Ittel

Interesse an Technik und Naturwissenschaften kann schon im frühen Kindesalter gefördert werden
Lupe

Seit einigen Jahren werden vermehrt Studien publiziert, die einen expliziten ökonomischen Nutzen durch die bessere Integration von Frauen in die Arbeitswelt postulieren beziehungsweise nachweisen. Damit eröffnet sich eine neue Argumentation für die bessere Integration von Frauen in Wissenschaft und Forschung. Bisher standen das politische Ziel der Chancengleichheit und damit verbunden die Konzepte zur Förderung von Frauen im Vordergrund. Aus gutem Grund hat Prof. Dr. Kurt Kutzler als Präsident einer Bildungs- und Forschungseinrichtung mit überwiegend natur- und ingenieurwissenschaftlichem Profil die Förderung der Chancengleichheit und die Auseinandersetzung mit Fragen der Gleichstellung von Männern und Frauen als eine seiner vordringlichen Aufgaben betrachtet. Er hat bereits vor einigen Jahren begonnen, die Einführung eines inzwischen umfassenden Bündels an Maßnahmen zu unterstützen, die Frauen auf allen Stufen der beruflichen Entwicklung gezielt fördern und sich insbesondere dem weiblichen MINT-Nachwuchs widmen. So hat die TU Berlin, zusammen mit den TU9-Universitäten, im Jahr 2008 den "Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen" für eine Laufzeit von drei Jahren unterzeichnet. Politik, Wirtschaft und Wissenschaft versuchen damit, gemeinsam den Prozentsatz der Absolventinnen im MINT-Bereich von 31,1 Prozent in 2006 um 5 Prozent zu steigern, um so mindestens das europäische Niveau zu erreichen. Prof. Dr. Kurt Kutzler hat besonderen Wert darauf gelegt, die Vorschläge der Gleichstellungsbeauftragten aufzugreifen und umzusetzen. Durch seine Unterstützung konnten die universitätsübergreifenden Programme der FEMTEC. GmbH in einer neuartigen Public-Private-Partnership-Struktur und auch das PROFIL-Programm zur Professionalisierung von weiblichem Führungsnachwuchs federführend an der TU Berlin gehalten werden. Die Erfolge dieser Maßnahmen werden unter anderem belegt durch das vom Center of Excellence Women and Science (CEWS) veröffentlichte Hochschulranking nach Gleichstellungsgesichtspunkten, in dem die TU Berlin Platz 2 der deutschen technischen Universitäten erreicht hat, sowie durch den "Total E-Quality Award", der 2008 an die TU Berlin ging. Darüber hinaus wird die TU Berlin aufgrund ihres positiv begutachteten Gleichstellungskonzeptes aus dem Professorinnenprogramm des Bundesbildungsministeriums unterstützt. Damit hat Prof. Kutzler frühzeitig die Grundlagen für eine fundierte Ausrichtung der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingeforderten Gleichstellungsstandards geschaffen, die im letzten Jahr unter seiner Leitung formuliert wurden und die nun die Ausgangsbasis für die erfolgreiche Einwerbung von großen Kooperationsprojekten bieten.

Unter Frauenförderung hat Prof. Kutzler immer auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verstanden. In seiner Amtszeit hat die TU Berlin das Zertifikat "Familienfreundliche Hochschule" der "berufundfamilie" gGmbH (Hertie-Stiftung) erhalten. Nicht zuletzt, weil das von Herrn Prof. Kutzler beförderte Familienbüro inzwischen Wirklichkeit wird. Familienfreundlichkeit ist nicht nur eine zunehmende Forderung von Studierenden der TU Berlin, sondern eine Voraussetzung zur Gewinnung von akademischem Nachwuchs. Zudem trägt ein familienfreundliches Bild einer technischen Universität dazu bei, den gesellschaftlichen Wandel weg vom traditionellen Rollenbild des (männlichen) Ingenieurs zu fördern.

Mit all diesen Maßnahmen setzt die TU Berlin Standards, die von Prof. Dr. Kurt Kutzler vorangetrieben und mit großem Engagement unterstützt wurden. Sein Ziel war es immer, Chancengleichheit in Steuerungselemente der TU Berlin zu integrieren und auf allen Ebenen der Universität systematisch in Forschung, Lehre und Verwaltung zu verankern.

Prof. Dr. Martina Schraudner ist Professorin am Fachgebiet Gender und Diversity in Organisationen. Prof. Dr. Angela Ittel leitet das Fachgebiet Pädagogische Psychologie. / Quelle: "TU intern", 2/2010

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