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Exzellenzcluster "UniCat" – eine Zwischenbilanz

Montag, 22. Februar 2010

Die "UniCat"-Graduiertenschule "BIG-NSE" hat bereits die ersten Absolventen entlassen
Lupe

Im November 2007 hat der Exzellenzcluster "Unifying Concepts in Catalysis" seine Arbeit aufgenommen. In diesen zurückliegenden fast zweieinhalb Jahren wurde viel erreicht – wissenschaftlich und strukturell. Doch die Anfänge reichen zurück bis in das Jahr 2005.

Mit dem gemeinsamen Ziel vor Augen, im Rahmen der Exzellenzinitiative einen Forschungscluster auf dem Gebiet der Katalyse zu erringen, kam es zu einem regen wissenschaftlichen Austausch unter TU-Professoren in der Chemie, der Physik und den Prozesswissenschaften und darüber hinaus auch mit Kollegen an den drei anderen Universitäten in Berlin und Potsdam sowie an zwei Max-Planck-Instituten. Diesen Planungsprozess hat Prof. Kutzler als Präsident der TU Berlin mit angestoßen.
Zu den zentralen noch offenen Fragestellungen der Menschheit gehören das Thema Energie und eine effizientere Rohstoffnutzung, losgelöst vom Erdöl. "UniCat" erforscht eine bessere Nutzbarmachung von Methan, das in Erdgas und Biogas vorkommt. Ein hehres Ziel ist es dabei, durch oxidative Kupplung von Methan in hoher Effizienz Ethylen herzustellen. Dazu wurde im Dezember letzten Jahres nach nur anderthalb Jahren Bauzeit die Miniplant-Versuchsanlage in Betrieb genommen.

Der Sonne und dem Wasserstoff gehört die Zukunft in der Energieversorgung. Im Rahmen des Clusters ist es an der HU Berlin gelungen, das aus der Photosynthese bekannte Enzym Photosystem I mit dem Enzym Hydrogenase im Reagenzglas zu koppeln und für die Licht-getriebene Herstellung von Wasserstoff zu nutzen. Die dabei erreichten Ausbeuten sind die größten, die bisher erreicht wurden. Nun geht es darum, die biologische Wasserstofferzeugung in lebenden Organismen zu etablieren und nachfolgend prozesstechnisch in einem größeren Maßstab zu erschließen.

Bei der Herstellung von Wirkstoffen beschreitet der Exzellenzcluster "UniCat" ebenfalls neue Wege. Prof. Roderich Süßmuth von der TU Berlin untersucht die Stoffwechselprodukte von Pilzen und Bakterien, um neue Antibiotika zu entwickeln, die durch nachfolgende synthetisch-katalytische Prozesse leicht modifizierbar sein sollen.

Die wissenschaftliche Fokussierung auf die Katalyseforschung erfordert auch nachhaltige Strukturmaßnahmen in der Lehre und für die Rekrutierung ausländischer Elite. Mit der Gründung der Graduiertenschule "BIG-NSE" im Mai 2007 und der im Wintersemester 2010/11 geplanten Einführung des Studienganges "Master of Science in Catalysis" wurden und werden wichtige Weichen gestellt.

Eine andauernde Herausforderung für "UniCat" und die TU-Leitung ist die Bewältigung von Baumaßnahmen zur Unterbringung der neuen Fachgebiete und von Nachwuchsgruppen. "UniCat" ist zuversichtlich und hofft, dass die Herausforderungen bald gelöst werden können.

Prof. Dr. Matthias Drieß, Sprecher des Exzellenzclusters "UniCat" / Quelle: "TU intern", 2/2010

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