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Neues Profil: Die TU Berlin 2000 – 2010

Eine Bibliothek auf dem Weg in die Zukunft

Montag, 22. Februar 2010

Feierliche Schlüsselübergabe zur Eröffnung der Universitätsbibliothek im Dezember 2004
Lupe

Im März 1988 vergibt das Preisgericht für den "Neubau einer Bibliothek für die Technische Universität und die Hochschule der Künste Berlin" den 1. Preis. Als Vertreter der TU Berlin ist der damalige 1. Vizepräsident, Prof. Dr. Kurt Kutzler, maßgeblich an der Entscheidung beteiligt. Der für 1989 geplante Baubeginn muss in den Folgejahren immer wieder verschoben werden. Am 9. Dezember 2004 schließlich wird die neue Bibliothek von Prof. Dr. Kurt Kutzler, jetzt Präsident der Technischen Universität Berlin, feierlich eingeweiht. Damit ändert sich die Bibliotheksstruktur der TU Berlin grundlegend. Ein Großteil der Bestände ist nun frei zugänglich aufgestellt. Neben der ehemaligen Hauptbibliothek zieht eine Vielzahl vorher über den Campus verstreuter Teilbibliotheken ein. Durch die konsequente Einrichtung von Arbeitsbereichen unter Verzicht auf einen zentralen Lesesaal und die Bereitstellung von Gruppen- und Einzelarbeitsräumen werden unterschiedliche Arbeitsbedürfnisse berücksichtigt. Das flexible Raum- und Möblierungskonzept lässt jederzeit Veränderungen der Flächennutzung zu. Großzügige Auskunftsplätze auf allen Ebenen unterstreichen den Service-Charakter der Bibliothek, kundenfreundliche Öffnungszeiten ermöglichen auch am späten Abend den Zugang zur Fachliteratur. Für die Kursangebote der Bibliothek stehen Schulungsräume mit Computerarbeitsplätzen zur Verfügung. Eine Cafeteria, der multimedial ausgestattete Hörsaal, eine Buchhandlung sowie ein Lesebereich für aktuelle Tageszeitungen runden das Angebot ab.

Sind Bibliotheken im 21. Jahrhundert aber überhaupt noch zeitgemäß, werden sie nicht durch Internet und elektronische Medien überflüssig? Erfahrungsgemäß ersetzen neue Technologien die alten selten vollständig, sondern ergänzen sie um neue Aspekte und ermöglichen zusätzliche Nutzungsformen. Deswegen ist nicht zu erwarten, dass die Bibliothek der Zukunft eine rein elektronische Bibliothek sein wird, sondern eine Einrichtung, die Medien unterschiedlichster Art und technischer Ausprägung unter einem Dach zusammenführt und anbietet. Die Bibliothek als begehbares Gebäude, als ein Ort des Denkens und Arbeitens in einer geistig anregenden Umgebung, wird für einen funktionierenden Wissenschaftsbetrieb auch in Zukunft unerlässlich bleiben.

Dr. Wolfgang Zick, Leiter der TU-Zentralbibliothek im VOLKSWAGEN-Haus / Quelle: "TU intern", 2/2010

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