direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Neues Profil: Die TU Berlin 2000 – 2010

Der Steuermann geht von Bord

Montag, 22. Februar 2010

Kurs Hochschulautonomie: TU-Präsident Kurt Kutzler lenkte sein Schiff mit sicherer Hand

Von Margret Wintermantel

Ein besonderes Anliegen von Kurt Kutzler während seiner Präsidentschaft: Stärkung der Autonomie der Hochschulen
Lupe

Hochschulpräsidentinnen und -präsidenten sind in der heutigen Zeit "Wissenschaftsmanager". Für Kurt Kutzler, den ich seit langen Jahren vor allem auch durch die gemeinsame Arbeit in der Hochschulrektorenkonferenz kenne, erscheint mir dieser Begriff als zu profan. Ich möchte ihn als Steuermann bezeichnen, der sein großes Schiff TU Berlin mit klarem Kurs, Umsicht und Beharrlichkeit gelenkt hat.

Kurt Kutzler hat lange Zeit der TU Berlin als 1. Vizepräsident gedient, bevor er zu deren Präsident gewählt wurde. In dieser Zeit hat sich der Aufgabenzuschnitt der Hochschulleitungen entscheidend verändert. Das Verhältnis von Staat und Hochschulen wurde neu justiert. Unter dem Druck knapper öffentlicher Ressourcen wuchs die Einsicht, dass Hochschulen nicht effizient arbeiten können, wenn sie wie "nachgeordnete" Behörden des Landes behandelt werden. Der Gedanke eines Leistungspotenziale freisetzenden Wettbewerbs hielt Einzug in den Hochschulbereich. Die staatliche Detailsteuerung wurde reduziert. Anreize traten an die Stelle von Vorgaben. Es vollzog sich ein Wechsel in der Hochschulsteuerung: Das Schlagwort hieß "autonomy versus accountability". Die Hochschulen erhielten mehr eigene Entscheidungsverantwortung und mussten im Gegenzug Staat und Steuerzahler Rechenschaft über die erbrachten Leistungen ablegen.

Diesen von mehr Autonomie geprägten Kurs hat Kurt Kutzler in der TU Berlin mit großem Nachdruck verfolgt. Dabei geriet der Tanker TU Berlin wiederholt in schweres Fahrwasser: Dem massiven Abbau von Stellen in den Neunzigerjahren folgten zähe Verhandlungen über die jeweiligen Hochschulverträge, die sich aufgrund der dramatischen Haushaltslage Berlins immer schwieriger gestalteten. Hinzu kam die exponierte Wettbewerbssituation innerhalb der Berliner Hochschullandschaft zum Beispiel im Rahmen des Exzellenzwettbewerbs, den die TU Berlin mit dem schönen Erfolg je einer ausgewählten Graduiertenschule und eines Exzellenzclusters abschloss. Um immer "Kurs halten" zu können, hat es gemeinsamer Anstrengungen der Besatzung aller Schiffsdecks bedurft. Diese Anstrengungen sind maßgeblich durch den an Team und Sache orientierten Steuermann initiiert, koordiniert und mit klarem Blick umgesetzt worden.

Neben seiner Tätigkeit an der TU Berlin war Kurt Kutzler auch mehrere Jahre Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz für den Bereich Planung und Organisation. Auch hier war er maßgeblich an der Formulierung von Positionen im Bereich Hochschulleitung und -management beteiligt. Die Forderung nach einem stärkeren Auswahlrecht der Hochschulen im Bereich der Hochschulzulassung, die Entwicklung eines neuen Studienbeitragsmodells und Empfehlungen zur familienfreundlichen Hochschule fallen ebenfalls in seine Amtszeit.

Der Steuermann geht nun von Bord. Er kann es in der Gewissheit tun, sein Schiff in zukunftsweisende Gefilde gelenkt zu haben.

Prof. Dr. Margret Wintermantel ist Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz. / Quelle: "TU intern", 2/2010

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.

Fotogalerie

zur Fotogalerie