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TU Berlin

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Innenansichten

Verantwortung tragen und Unabhängigkeit bewahren

Dienstag, 07. April 2009

Erfahrungen aus zehn Jahren Arbeit in der Strukturkommission der TU Berlin

Bernd Kochendörfer (l.), hier mit Ursula Glowalla (SK-Geschäftsstelle) und dem Kommissionsvorsitzenden Professor Helmut Schubert, ist Professor für Bauwirtschaft und Baubetrieb der TU Berlin. Er engagierte sich zehn Jahre lang in der SK, zuletzt als stell
Lupe

Professor Kochendörfer, nach zehn Jahren verlassen Sie die Strukturkommission, um jungen Kollegen Gelegenheit zu geben, sich hier mit der Zukunft ihrer Universität zu befassen. Welche Motivation hatten Sie, sich in dieser Kommission zu engagieren, die ja damals noch recht neu war?

Korrekt heißt dieses Gremium eigentlich "Kommission für Struktur-, Entwicklungs- und Forschungsplanung sowie für wissenschaftliche Nachwuchsförderung". Diese beiden Bereiche hatten zunächst je ein eigenes Gremium. Später stellte sich heraus, dass es viele Überschneidungen gab, notwendige gemeinsame Diskussionen und Entscheidungen. So wurde beides zusammengelegt.

Ganz wichtig war für mich die Neugier, die TU Berlin von innen heraus und intensiv kennenzulernen. Ich brachte zehn Jahre Erfahrungen in der Kommunalpolitik mit und hielt es immer auch für eine Bürgerpflicht, sich in demokratischen Prozessen zu engagieren. Meine Anfangszeit fiel in die Phase größerer, von Senatsseite geforderter Sparmaßnahmen und war durch massive Streichungen gekennzeichnet. Hier musste man oft unangenehme Beschlüsse, zum Beispiel zur Verteilung von Stellen und Haushaltsmitteln, verteidigen. Immer mit der Fragestellung: Was ist vertretbar, was nicht?

Was ist inzwischen erreicht worden?

Die Kommission produziert ja nicht in erster Linie eigene Ideen, sondern begutachtet die Ideen anderer, zum Beispiel die der Fakultäten. Immer spielt dabei die Frage die wichtigste Rolle: Was ist förderlich für die angestrebte Struktur, was eher nicht? Dabei reagiert eine große Einheit wie die TU Berlin behäbig, wie ein Riesen-Tanker eben: Der Bremsweg ist lang und Steuerausschläge machen sich erst spät bemerkbar. Inzwischen sind aber die Erfolge vieler Anstöße zu sehen. In der Nachwuchsförderung sind wir auf einem guten Weg. Es gab die beiden WiMi-Studien über die Situation des Mittelbaus, es wurde ein Nachwuchsbüro eingerichtet. In der Forschung haben wir es erreicht, die Bereiche zueinanderzubringen. Daraus sind zum Beispiel die mittlerweile sechs Innovationszentren entstanden, in denen fakultätsübergreifend viele Bereiche zu einem Thema zusammenarbeiten: Energie, Lebensräume und viele mehr.

Was sind die Aufgaben für die Zukunft der TU Berlin?

Besonders wichtig scheint mir, eben- diese Innovationszentren weiterzuentwickeln, unabhängig von der Exzellenzinitiative. Sonst geht die Entwicklung an uns vorbei. Ich denke, wir sind da bereits auf einem ganz guten Weg.

Ein Schlusswort an die Nachfolger: Warum ist es wichtig, sich in dieser Kommission zu engagieren?

Wer mitreden will, muss auch bereit sein, selbst die Dinge in die Hand zu nehmen und am Fortschritt der Gemeinschaft mitzuarbeiten. In der Universität sind wir für das Geld des Steuerzahlers verantwortlich und haben dieses sinnvoll und zukunftsweisend einzusetzen. Es bleibt dabei allerdings nicht aus, dass man sich der Kritik aussetzt. In dieser Situation muss man Standfestigkeit zeigen, um sich trotzdem seine Unabhängigkeit zu bewahren. Ein bisschen Zeit kostet es natürlich auch, wenn man die Kommissionsarbeit ernst nimmt.

Vielen Dank!

Das Gespräch führte Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 4/2009

Die Kommission für Struktur-, Entwicklungs- und Forschungsplanung sowie für wissenschaftliche Nachwuchsförderung - Strukturkommission - (SK)

  • Mitglieder: Die Kommission hat zwölf Mitglieder (sechs Professorinnen und Professoren und je zwei Mitglieder des akademischen Mittelbaus, der sonstigen Beschäftigten und der Studierendenschaft). Beteiligt sein sollen möglichst Vertreterinnen und Vertreter aller Fakultäten.
  • Noch zu besetzen:
    4 Hochschullehrer/innen (1 Mitglied,
    3 Stellvertreter)
    2 akademische Mitarbeiter/innen
    (1 Mitglied, 1 Stellvertreter)
    3 Studierende (1 Mitglied, zwei Stellvertreter)
    1 sonstige/r Mitarbeiter/in (Stellvertreter)
    Interessenten bitte in der Geschäftsstelle melden (Adresse siehe unten).
  • Aufgaben: Die Kommission ist beteiligt an der mittel- und langfristigen Planung von Struktur und Ausstattung der Hochschule. Sie soll unter anderem Stellung nehmen zu Zuweisungsanträgen, Entwicklungsplänen von Fakultäten oder Nutzungskonzepten von Großgeräten. In der Nachwuchsförderung soll die Kommission Stellung nehmen zu Forschungsförderungs- und Drittmittelanträgen, zum Beispiel zu Sonderforschungsbereichen, Graduiertenkollegs und anderen großen Verbundprojekten. Außerdem werden Konzepte zur Nachwuchsförderung begutachtet, ebenso inner- und außeruniversitäre Kooperationsverträge sowie Promotions- und Habilitationsordnungen, um Empfehlungen zu erarbeiten. Zur Beratung können auch externe Experten herangezogen werden.

Tel.: 314-2 39 87
Email: 

tui / Quelle: "TU intern", 4/2009

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