direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Innenansichten

Tarifsituation in der Hauptstadt erzeugt Spannung

Montag, 14. Dezember 2009

Verunsicherung und gespannte Erwartung waren die vorherrschende Stimmung auf der Personalversammlung am 2. Dezember an der TU Berlin. Die überragenden Themen waren, neben dem derzeitigen Stand der Hochschulvertragsverhandlungen (TU intern 11/09), das Betriebsklima, die Arbeitsbedingungen für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Tarifsituation ab 1. Januar 2010. Das Klima sei eher bewölkt als heiter, so der Personalrat. Für die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kündigte er eine gesonderte Personalversammlung am 27. 1. 2010 an. Ein Haushaltsdefizit von 8,1 Millionen Euro werde verstärkte Einsparungen in den Fakultäten, in der Zentralen Universitätsverwaltung sowie in den Zentraleinrichtungen nach sich ziehen.

Den größten Raum nahm jedoch die Frage ein: Wie wird die Situation ab Januar 2010 nach Ablauf des Anwendungstarifvertrages aussehen, der Gehaltsabsenkungen mit Freizeitausgleich vorsah? Klar ist bislang, dass zunächst der BAT* beziehungsweise BMT-G** auf dem Niveau von Mai 2004 wieder in Kraft treten wird. Die Gewerkschaften ver.di und GEW befinden sich in Verhandlungen mit den Berliner Hochschulen, um einen Lohn- und Vergütungs-Tarifvertrag und einen Übernahme-TV "Berliner Hochschulen" abzuschließen. Der Entwurf basiert im Wesentlichen auf dem Tarifvertrag der Länder (TV-L). Der Personalrat wies darauf hin, dass die öffentlich Bediensteten in Berlin bundesweit die rote Laterne tragen, was ihre Bezahlung betrifft. Am 17. Dezember 2009 und am 12. Januar 2010 sind Verhandlungstermine angesetzt. Streitpunkt ist insbesondere die Zahlung des Sockelbetrages von 65 Euro. Die Gewerkschaften möchten vermeiden, dass er an den Abschluss des TV-L gebunden ist. Die TU-Kanzlerin wies darauf hin, dass die Arbeitgeber in eine einheitliche tarifliche Hochschullandschaft zurückwollen. Der ausdrückliche Wille der Universitätsleitung gehe dahin, den Vertrag in trockene Tücher zu bekommen, damit der Sockelbetrag von 65 Euro ausgezahlt werden kann. Ein wissenschaftsspezifischer TV-L müsse extra verhandelt werden. Der Personalrat stellt auf seiner Webseite die Folien der Versammlungsthemen zur Verfügung. Eine "aktuelle Mitteilung für Beschäftigte" der TU-Kanzlerin befindet sich auf den Seiten der Personalabteilung.

* BAT: Bundes-Angestelltentarifvertrag
** BMT-G: Bundesmanteltarifvertrag für Arbeiter gemeindlicher Verwaltungen und Betriebe

KoKo / Quelle: "TU intern", 12/2009

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.