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Weich wie Wachs und härter als Stein

Montag, 16. November 2009

Lupe

Ein rot glühender, leicht formbarer Klumpen vor einer heißen Flamme spiegelte sich in großen Kinderaugen wider. Eine Gruppe aus der TU-Kita hatte die Glastechnische Werkstatt der Physik zum weiterbildenden Ausflugsziel erkoren. "Die Neugier und das Interesse dieser besonders jungen Wissenschaftler haben uns viel Freude gemacht", sagt Glasbaumeister und Leiter der Werkstatt Norbert Zielinski. So erfuhren die fünf- bis sechsjährigen Kinder kurz vor der Einschulung viel über diesen mysteriösen und zugleich faszinierenden Werkstoff, der im erhitzten Zustand weich wie Wachs ist und härter als Stein, wenn er erkaltet, der aber dennoch so zerbrechlich ist. "Seit den Hochkulturen ist Glas ein ständiger Begleiter der Menschheit", erklärte Zielinski den Kleinen in kindgerechter Sprache. Von den gläsernen Flaschen aus Mesopotamien bis zu heutigen Quarzreaktoren der Physik habe Glas in allen Bereichen Einzug gehalten. Was aber auch viele Erwachsene nicht wüssten: Der Glasapparatebau sei eng mit der Wissenschaft verknüpft. Im Zusammenspiel zwischen Wissenschaftlern und Glasapparatebauern seien unter anderem die Röntgenröhre oder die Gaslaser entstanden. Die TU-Glasbläser fertigten Apparaturen oder spezielle Bauteile oft nach technischen Zeichnungen, Skizzen oder in mündlicher Absprache mit den Wissenschaftlern an. Nach so viel Bildung durften die Kinder dann endlich helfen, einen mehr als fünf Meter langen Glasfaden auszuziehen, und die Mutigsten sogar selbst eine Glaskugel aufblasen. Nicht nur die Kinder, auch Norbert Zielinski und sein Team waren sehr zufrieden mit diesem Besuch und versprachen eine Wiederholung. "Damit konnten auch wir helfen, den Begriff ,familienfreundliche Uni‘ mit Sinn zu erfüllen."

pp / Quelle: "TU intern", 11/2009

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