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TU Berlin

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Innenansichten

Freie Sicht bis in den Lichthof

Donnerstag, 16. Juli 2009

Im Hauptgebäude soll sich das Foyer zur Eingangshalle wandeln - Arbeiten beginnen im Sommer

Die rote Wand, die Treppe, der Waschbetonfußboden - bald werden sie verschwunden sein
Lupe

"Mir gefällt, was hier geplant ist", sagt Professor Friedrich Wilhelm Krahe. Der emeritierte Professor und Architekt gehört zu den Planern des neuen Hauptgebäudes, das Mitte der Sechzigerjahre den im Krieg schwer beschädigten und dann teilweise abgerissenen Prachtbau von Friedrich Hitzig ersetzte. Die Wände aus massivem Beton, die rote Ziegelmauer, die die Fahrstühle einfasst, und die große, mit Waschbetonstufen versehene und den Blick verstellende Freitreppe lassen heute allerdings nichts mehr von der großzügigen Eingangshallensituation verspüren, die sich einst den Besuchern der Technischen Hochschule Charlottenburg darstellte. Hier setzen die Ideen an, mit denen jetzt die Eingangshalle und die angrenzenden Flure umgebaut werden sollen.

"Ausgangspunkt der geplanten Baumaßnahme, die uns bis ins nächste Frühjahr begleiten wird, ist die Tatsache, dass diese Räumlichkeiten stark renovierungs- und modernisierungsbedürftig sind, insbesondere auch unter Sicherheitsaspekten“, sagt Hans-Joachim Rieseberg, Leiter der TU-Bauabteilung. "Das ist allerdings auch eine Gelegenheit für ästhetische Korrekturen." Und diese werden das Gesicht der mit dem Charme der 60er- und 70er-Jahre ausgestatteten Eingangshalle verändern: Sowohl im Foyer als auch in den angrenzenden östlichen und westlichen Gebäudeteilen werden die Waschbetonplatten durch einen Granitfußboden ersetzt, der die Strukturen des neu gestalteten Vorplatzes weiter ins Gebäude hineinführt. Da durch weitere Umbauarbeiten das Gebäude wieder hauptsächlich durch die beiden ursprünglichen Treppenhäuser links und rechts des Foyers erschlossen wird, soll auch die große Treppe entfernt werden. "Damit und mit dem Abriss der hohen roten Ziegelwand wird erstens die ursprünglich geplante Säulenhallensituation wieder offenbar; zweitens werden wir mithilfe von zwei Durchbrüchen über den hinter der Ziegelwand liegenden neu erschlossenen Flurachsen auch wieder eine Sichtachse bis in den Lichthof im ersten Stock des Altbaus freilegen", erklärt Rieseberg die Idee. "Der Besucher steht dadurch nicht mehr orientierungslos vor einer ablehnenden und verschließenden Mauer, sondern erkennt auf Anhieb die Gebäudestruktur."

"Die Freitreppe erschlug schon immer diese Halle. Sie war einzig zu dem Zweck geplant, einmal im Jahr bei der Dekanatsübergabe die Würdenträger in ihren Talaren vom Präsidentenamt zum Audimax schreiten zu lassen", erklärt Friedrich Wilhelm Krahe die Überflüssigkeit dieser Treppe. "Das ist nur ein einziges Mal Ende der Sechzigerjahre geschehen."

Mit den Durchbrüchen und der Freilegung weiterer Betonstützen soll die Konstruktion der Säulenhalle wieder sichtbar werden. Ein weiterer Ausgang dort, wo sich jetzt die beengten Räumlichkeiten für das Campusradio befinden, soll die Sicherheit im Haus durch diesen Notausgang erhöhen. Während der Bauarbeiten wird der Zugang zu den Fahrstühlen weitgehend durch einen provisorischen "Tunnel“ freigehalten. "Wir werden Lärm und Schmutz nicht ganz vermeiden können", wirbt Hans-Joachim Rieseberg um Verständnis. "Doch die aus Mitteln des Hochschulpakts II finanzierten Arbeiten müssen ja bei laufendem Betrieb unternommen werden. Das ist eine riesige, im Vorfeld lang geplante logistische Herausforderung." Die Bauarbeiten beginnen am 3. August.

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 7/2009

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