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Innenansichten

Tandem-Modelle sollen Wissen retten

Montag, 28. Januar 2008

Generationswechsel steht auch bei den Beschäftigten an

Frau Müller-Klang, Anfang Dezember gab der Personalrat der TU Berlin den Beschäftigten in einer Personalversammlung aktuelle Informationen. Welche Themen brennen Ihnen derzeit besonders unter den Nägeln?

Michaela Müller-Klang, Vorsitzende
des Personalrats
Michaela Müller-Klang, Vorsitzende des Personalrats
Lupe [1]

Natürlich ist da zunächst die WM-Studie. Einige der Defizite, die ja bereits in der Studie aus dem Jahr 2002 auftauchten, müssen nun energischer und nachhaltiger angegangen werden. Überproportional hohe Überstunden gehören dazu. Ganz wichtig ist aber zum Beispiel auch die Klärung der Autorenschaft von Publikationen. Mehr als 30 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter klagen, dass Professoren als Autoren von Publikationen auftreten, die jedoch keinerlei Anteil an einer Publikation hatten. Und die Dunkelziffer liegt sicher noch viel höher. Wir möchten diese Aufgabe gern mit dem Präsidialamt gemeinsam angehen. Zum Beispiel könnte zunächst der Ombudsmann für wissenschaftliches Fehlverhalten eingeschaltet werden. Es muss an der Universität einfach ein Klima geschaffen werden, dass sich das kein Prof. mehr traut! Dazu muss die Promotionsvereinbarung, die die Dritte Vizepräsidentin Ulrike Strate zusammen mit dem Personalrat ausgearbeitet hat, routinemäßig jeden neu eingestellten Wissenschaftler erreichen. Denn dort sind Pflichten, aber auch Rechte sehr genau geregelt.

uch zum Thema psychische Belastungen am Arbeitsplatz wurde viel diskutiert …

Ja, "Arbeit darf nicht krank machen" ist unsere Forderung. In den letzten Jahren kam es durch den Stellenabbau zu einer großen Arbeitsverdichtung. Viele Kollegen klagen, sie sähen "kein Land" mehr und hätten Schwierigkeiten, ohne schlechtes Gewissen ihren tariflichen Urlaub oder Tage ihres Arbeitszeitkontos zu nehmen. Das zieht sich durch alle Arbeitsgebiete, Verwaltung, Labor, Werkstätten. Deshalb wollen wir bei den Arbeitsstättenbegehungen, die wir zusammen mit den Betriebsärzten und Mitarbeitern vom Sicherheitstechnischen Dienst durchführen, zukünftig nicht mehr nur nach äußerlichen Bedingungen schauen: Also Lichtverhältnisse, Geräteausstattung, Unfallgefahren und Ähnliches. Vielmehr wollen wir auch behutsam versuchen, die psychische Belastung zu beurteilen. Dafür wollen wir gemeinsam einen Kriterien- beziehungsweise Fragenkatalog entwickeln.

Auch der Generationswechsel macht ja inzwischen der Verwaltung, den Werkstätten und Laboren zu schaffen …

Tatsächlich ist das Durchschnittsalter der derzeit Beschäftigten 52 Jahre. Etwa ein Drittel wird in den nächsten fünf Jahren ausscheiden. Mit ihnen geht auch viel Wissen verloren. Wenn wir die Maschinerie flüssig in Gang halten wollen, müssen wir also frühzeitig Überlegungen anstellen, wie der Wissenstransfer geleistet werden kann. Der Personalrat hat bereits einige Vorschläge gemacht, wie zum Beispiel ein Tandem-Modell "Jung/Alt" für bestimmte Arbeitsplätze einzuführen oder eine verstärkte Übernahme von Auszubildenden der TU Berlin zu übernehmen. Dazu suchen wir ebenfalls das Gespräch mit der Unileitung.

  • www.tu-berlin.de/personalrat/ [2]
Das Gespräch führte Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 01/2008

"TU intern" Januar 2008

  • Online-Inhaltsverzeichnis [3]
  • Hochschulzeitung "TU intern" - Januar 2008 [4]
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