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TU Berlin

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Innenansichten

Qualität in der Lehre ist kein Zufall

Montag, 17. November 2008

Die TU Berlin strebt die Systemakkreditierung an - Interview mit den internen Auditoren

Die beiden internen Systemauditoren Dipl.-Ing. Benjamin Wille (Projektmanagement, 2. v. r.) und Dipl.-Psych. Anja Zschieschang (Projektmitarbeit) stehen für Fragen rund um die Prozessbegleitung zur Verfügung. Sie werden unterstützt von den beiden studenti
Lupe [1]

Der Akkreditierungsrat hat die Systemakkreditierung eingeführt, also eine Akkreditierung ganzer Hochschulen unter bestimmten Voraussetzungen. Bisher gab es nur die sogenannte Programmakkreditierung, die einzelne Studiengänge akkreditiert, ihnen somit eine ausreichende Qualität bescheinigt. Was bedeutet das für die TU Berlin?

Benjamin Wille: Von mehreren Seiten, nicht zuletzt von der Hochschulrektorenkonferenz und der Kultusministerkonferenz, wurde der Akkreditierungsrat aufgefordert, die Studiengang- oder Programmakkreditierung durch eine Systemakkreditierung zu ergänzen. Anderthalb Jahre lang hat der Akkreditierungsrat sehr intensiv beraten, wie dieser Wunsch am besten umgesetzt werden kann, und schließlich Empfehlungen erarbeitet. Die Kultusministerkonferenz entschied daraufhin, die vom Akkreditierungsrat erarbeitete Systemakkreditierung einzuführen. Es geht also nicht mehr um das Für und Wider des am 13. 3. 2008 auf der Tagung des Akkreditierungsrates vorgestellten Verfahrens, sondern ausschließlich um das Wie. Unsere Universität hat sich für die Anwendung dieses neuen Zugangs zur Qualitätssicherung in Lehre und Studium entschieden. Konsequenterweise widmen wir uns nun dem Akkreditierungsgegenstand und erfüllen damit gleichzeitig die letzte Zulassungsvoraussetzung, damit sich die TU Berlin in absehbarer Zeit dem Verfahren der Systemakkreditierung stellen kann.

Wie will die TU Berlin ihr Ziel, sich "systemakkreditieren" zu lassen, erreichen?

Anja Zschieschang: Wir müssen nun wie alle Universitäten, die eine Systemakkreditierung anstreben, ein Qualitätsmanagementsystem einführen.

Dafür hat der Erste Vizepräsident, Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, zuständig für die Lehre, ein entsprechendes Projekt initiiert, für das er verantwortlich ist und das aus Mitteln des Programms "Offensive Wissen durch Lernen", finanziert wird. Das Projekt läuft seit Februar 2008 und endet am 31. 12. 2009. Ziel ist die Erstellung eines Qualitätsmanagementhandbuchs, das Beschreibungen aller 40 identifizierten qualitätsrelevanten Prozesse im Bereich Studium und Lehre enthält.

Ein Prozess ist zum Beispiel die Besetzung einer Professur. Ein sehr wichtiger Vorgang für die Qualität der Lehre. Wie ist hier der Ablauf vom Bekanntwerden einer freien Stelle bis zur Einstellung des ausgewählten Kandidaten? Ein zweites Beispiel ist die Auswahl von Studierenden. Der Prozess startet am Ende des Bewerbungszeitraums und endet mit der Einschreibung der ausgewählten Studierenden. Alle diese Prozessabläufe sollen optimiert und dann im Handbuch detailliert beschrieben werden. Dieses Handbuch dokumentiert anschließend das Qualitätsmanagementsystem, QMS, der TU Berlin. Es ist der erste Schritt auf dem Weg zur Systemakkreditierung.

Welches ist der konkrete Vorteil einer Systemakkreditierung und wie kann  im Projekt sichergestellt werden, dass alle Ebenen der Universität erfasst sind?

Benjamin Wille: Die Investition in die Systemakkreditierung lohnt sich in doppelter Hinsicht: Sie bedeutet für die Hochschulen mittel- bis langfristig mehr Autonomie und weniger Kosten. Denn damit muss nicht mehr jeder Studiengang akkreditiert werden, sondern "nur" noch das System des Qualitätsmanagements. Der Betrieb des dokumentierten QMS als Zulassungsvoraussetzung und Akkreditierungsgegenstand stellt nach Projektende eine dauerhafte Aufgabe dar und wird in der Organisation verankert.

Das Projekt wird nach dem Prinzip der Partizipation organisiert. Dadurch ist gesichert, dass alle an der TU Berlin herrschenden Fachkulturen und Statusgruppen einbezogen sind. Nur durch diesen Ansatz tragen wir der heterogenen Organisationskultur unserer Universität Rechnung.

Anja Zschieschang: Wir arbeiten auf drei Ebenen: Auf der Arbeitsebene agieren die Prozessteams, deren Aufgabe im ersten Schritt die Prozessaufnahme und im darauf folgenden Schritt die Etablierung von Sollanteilen innerhalb der Ist-Prozesse ist. Auf der mittleren Ebene arbeitet das Projektteam, dessen Aufgaben zum Beispiel aus dem Benennen der Prozessteams und der Abstimmung von aufgenommenen beziehungsweise dokumentierten Prozessen bestehen. Auf der obersten Ebene entscheidet der Lenkungsausschuss über die Freigabe von Prozessbeschreibungen - und setzt sie somit verbindlich für die TU Berlin in Kraft.

Die Fragen stellte Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 11/2008

Das gesamte Interview mit weiteren Ausführungen u. a. zum Gegenstand der Systemakkreditierung sowie Unterschieden und Vorteilen gegenüber der Programmakkreditierung finden Sie demnächst auch im Internet.
www.tu-berlin.de/?id=37779 [2]

Kontakt:

Tel.: 314-2 35 61
E-Mail-Anfrage [3]
Tel.: 314-2 15 66
E-Mail-Anfrage [4]

"TU intern" November 2008

  • Online-Inhaltsverzeichnis [5]
  • Hochschulzeitung "TU intern" - November 2008 [6]
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