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Nach dem Vorbild der Sonne

Montag, 13. Oktober 2008

Kooperation und gemeinsame Berufung mit Max-Planck-Institut für Plasmaphysik und Deutschem Institut für Normung

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Zwei neue Vereinbarungen unterzeichnete der Präsident der Technischen Universität Berlin, Prof. Dr. Kurt Kutzler, im Juli und im September, die einen großen zukünftigen Gewinn für die TU Berlin in Forschung und Lehre darstellen werden. Am 24. September vereinbarte er mit dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching und Greifswald (IPP) auf dem Gebiet der Fusionsforschung und Plasma-Astrophysik zusammenzuarbeiten. Gemeinsam finanziert, sollen dazu zwei Professuren eingerichtet sowie eine neue Arbeitsgruppe am Zentrum für Astronomie und Astrophysik (ZAA) der TU Berlin gegründet werden.

Weiterhin unterzeichnete Präsident Kutzler am 24. Juli 2008 zusammen mit dem Direktor des Deutschen Instituts für Normung e.V. (DIN), Dr.-Ing. Torsten Bahke, eine Vereinbarung, die den Rahmen ihrer künftigen Zusammenarbeit in Forschung und Lehre im Sinne einer strategischen Partnerschaft absteckt.

Im IPP werden die Grundlagen für ein Fusionskraftwerk erarbeitet, das nach dem Vorbild der Sonne funktioniert: Es soll Energie aus der Verschmelzung leichter Atomkerne gewinnen. Brennstoff ist ein heißes ionisiertes Wasserstoffgas, ein "Plasma". Die Methoden, ein Fusionsplasma zu beobachten und zu beschreiben, spielen auch bei kosmischen Plasmen, wie sie am ZAA in Berlin untersucht werden, eine Rolle. Hier erforscht man, wie Sterne, Planeten und Kometen entstehen und wieder vergehen. Im Rahmen der verabredeten Zusammenarbeit wird eine gemeinsam einzurichtende Professur für Plasmaphysik an der TU Berlin die Lehre im Bereich Fusionsphysik abdecken, die Forschungsaufgaben sind im IPP in Greifswald zu erfüllen. Hierzu gehört die Leitung einer Arbeitsgruppe, die sich am wissenschaftlichen Betrieb der Fusionsanlage "Wendelstein 7-X" beteiligt, die gegenwärtig in Greifswald aufgebaut wird. Eine geplante weitere Professur mit Schwer-punkt "Experimentelle
Plasma-Astrophysik" soll Forschung und Lehre zusätzlich verstärken. Dazu soll eine neue Arbeitsgruppe am ZAA gegründet werden.

Im Fokus der Kooperation mit dem DIN e.V. stehen besonders die Zukunftsgebiete Information und Kommunikation, Verkehr und Mobilität, Wasser, Energie, Sicherheit und Dienstleistungen sowie Produktionstechnik. Die jeweils vorhandenen personellen und dinglichen Ressourcen für Forschung, Lehre, Aus- und Weiterbildung sollen optimal aufeinander abgestimmt und gemeinsam genutzt werden. Das Thema der Normung soll verstärkt in die Lehre der TU Berlin einfließen.
Wie auch die "Hightech-Strategie der Bundesregierung" herausstellt, wird Normung zunehmend als innovationspolitisches Instrument eingesetzt. Normen erleichtern nicht nur den Austausch von Waren und Dienstleistungen, sondern tragen dazu bei, technisches Wissen und Innovationen schneller zu verbreiten und im Markt zu platzieren. Damit stärken sie die nationale Wettbewerbsfähigkeit auf europäischer und internationaler Ebene. Die engere Zusammenarbeit der Normung mit Forschung und Lehre soll auch dazu dienen, das Innovationspotenzial des Industriestandorts Deutschland effektiver zu nutzen. In Asien sei die Normung bereits vielfach Unterrichtsfach auf allen Stufen, was in Deutschland noch nicht systematisch geschehe. Insofern habe die Vereinbarung mit der TU Berlin Signalcharakter, so DIN-Direktor Torsten Bahke. Bereits seit dem Wintersemester 2007/2008 gibt es eine gemeinsame fakultätsübergreifende Vorlesung zur strategischen Normung, gehalten von Prof. Knut Blind vom Fachgebiet Innovationsökonomie der Fakultät VII Wirtschaft und Management der TU Berlin. Auf der anderen Seite könnten auf diese Weise aktuelle Forschungsergebnisse der TU Berlin in die Normung eingebracht werden.

tui / Quelle: "TU intern", 10/2008

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