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TU Berlin

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Familie in der Hochschule

Familie, Beruf und Qualifikation

Montag, 19. Mai 2008

TU Berlin will eine familiengerechte Universität werden

Eltern-Kind-Zimmer
Arbeiten und Kinderbetreuung in der Uni. An der TU Berlin gibt es dafür mittlerweile zwei "Kinderzimmer"
Lupe

Seit mehreren Jahren schon hat es in der TU Berlin Anregungen und Ansätze gegeben, den selbst gewählten Anspruch, eine familienfreundliche Universität zu sein, umzusetzen. Nachdem im September 2007 der Akademische Senat per Beschluss den Weg zum Audit "Familiengerechte Hochschule" geebnet hatte, fand am 15. April nun der erste von zwei Workshops statt, den die "berufundfamilie gGmbH" für das von ihr entwickelte Zertifikatsverfahren verlangt. Die "berufundfamlie gGbmH" ist eine Einrichtung der Hertie-Stiftung. Sie hat das Auditierungsverfahren zunächst für die Privatwirtschaft entwickelt und vor etwa fünf Jahren auch auf Hochschulen erweitert. Bis zum Beginn dieses Jahres hatten bereits rund 100 bundesdeutsche Hochschulen den Prozess durchlaufen.

An diesem sogenannten Strategieworkshop im April nahmen neben der Universitätsleitung auch Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Statusgruppen und der unterschiedlichen Bereiche teil, ebenso wie Mitglieder der beiden Personalvertretungen sowie die Zentrale Frauenbeauftragte.

Unter der Leitung der lizenzierten Moderatorin Dr. Elisabeth Mantl ging es darum, gemeinsam Ziele festzulegen, die mit dem Audit erreicht werden sollen, Entscheidungen über sogenannte Aktionsfelder zu treffen und Einigkeit über einen gemeinsamen Familienbegriff herzustellen.

Das zentrale Ziel für die TU Berlin, so ergab die sehr intensive Diskussion, seien die Erhöhung der Attraktivität nach außen und die Sicherung von Wettbewerbsvorteilen für eine technische Universität. Nach innen zielt die Universität auf die Stärkung der Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Um dies zu erreichen, so ergab die weitere Diskussion, müssen zunächst rechtliche Rahmenbedingungen im Hinblick auf eine weitere familienbewusste Flexibilisierung der Arbeitsorganisation ausgelotet werden. Unbedingt sei aber auch das Bewusstsein für die Vereinbarkeitsproblematik auf allen Ebenen der Hierarchie zu verstärken. Dabei seien auch weitere Diversity-Faktoren einzubeziehen, wie Chancengleichheit oder die Verhinderung von Diskriminierungen.

Als wichtig wurde auch die Entwicklung einer entsprechenden Kommunikationskultur und einer professionellen Informationsstrategie befunden. Insbesondere im Zusammenhang mit Studium und wissenschaftlicher Qualifikation wurde über bedarfsorientierte Verbesserungen im Bereich "Service für Familie" diskutiert.

In einer kurzen, konstruktiven Diskussion einigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Strategieworkshops darauf, dass den notwendigen Aktivitäten folgender Familienbegriff zugrunde liegen soll:
"Familie ist im Verständnis der TU Berlin überall dort gegeben, wo insbesondere für Partnerinnen und Partner, für Kinder oder pflegebedürftige Personen langfristig Verantwortung übernommen wird. Im Einzelnen sind dies Eltern und Alleinerziehende mit Kindern, Beschäftigte und Studierende mit pflegebedürftigen Angehörigen, Ehepaare und Paare in eheähnlichen Lebensgemeinschaften ohne Kinder."

Die Beteiligten einigten sich nahezu einhellig darauf, dass der Haupthandlungsbedarf in folgenden Aktionsfeldern zu sehen sei:

  • Studium/wissenschaftliche Qualifikation
  • Personalentwicklung
  • Service für Familien
  • Führung(skompetenz)

Am 5. Mai fand ein weiterer Auditierungsworkshop statt. Dort untersuchte eine erweiterte Projektgruppe, deren Zusammensetzung sowohl die hierarchische als auch die organisatorische Struktur der TU Berlin widerspiegelte, die Situation in den genannten Feldern. Bei der Zusammenstellung der Projektgruppe wurde, soweit möglich, auch auf die Unterschiedlichkeit des Alters und der Lebenslagen sowie auf ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis geachtet. Das Audit versteht sich als eine Maßnahme der Personalentwicklung und der Förderung des Diversity-Managements.

Heidi Degethoff de Campos, Zentrale Frauenbeauftragte der TU Berlin / Quelle: "TU intern", 5/2008

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