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TU Berlin

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Innenansichten

Heftig umworben

Montag, 16. Juli 2007

Programme für Schülerinnen und Wissenschaftlerinnen zeigen Wirkung

Erfreulich entwickelte sich nicht nur der Frauenanteil bei den Beschäftigten in der TU Berlin im Zeitraum 2005 und 2006. Auch die Bemühungen zur Anwerbung von Schülerinnen für ein naturwissenschaftlich-technisches Studium und zur Unterstützung von Frauen auf dem Karriereweg in die Wissenschaft zeigen nun Wirkung, teilte die Zentrale Frauenbeauftragte der TU Berlin, Heidi Degethoff de Campos, in ihrem jüngsten Bericht mit. Beim wissenschaftlichen Personal gab es einen leichten Anstieg von 25 auf 29 Prozent, bei den Professorinnen und Juniorprofessorinnen sogar von 7,7 auf 12,9 Prozent. Insgesamt hat die TU Berlin 31 Professorinnen und zehn Juniorprofessorinnen.

"Überaus erfreulich ist der Frauenanteil bei den Neuberufungen", sagt Heidi Degethoff de Campos. "Im Berichtszeitraum 2005/2006 waren 30 Prozent der Neuberufenen Frauen."

Im Mittelbau und bei den Promotionen liegt der Durchschnitt seit Jahren bei 30 Prozent. 25 Prozent der Habilitierten sind Frauen, für eine technische Universität ein hoher Anteil, der genau dem Bundesdurchschnitt entspricht.

Auch nach den Strukturreformen der letzten Jahre liegt der Studentinnenanteil noch immer bei knappen 37 Prozent, in den Ingenieurwissenschaften bei 21 Prozent. Der Abwärtstrend dort konnte offenbar gebremst werden. Beim Verwaltungspersonal ist der Trend leicht ansteigend, in allen Bereichen zeichnet sich allerdings eine deutliche Pyramide in der Gehaltstabelle ab: Je höher die Vergütung, desto geringer der Frauenanteil.

Die Frauenbeauftragte führt die Erfolge auf die Wirkungen von Projekten zur Erhöhung des Frauenanteils zurück, die trotz der Finanzrestriktionen des vergangenen Jahrzehnts in jüngster Zeit aufgelegt wurden.

Mit einer Reihe von Angeboten wirbt die TU Berlin um Schülerinnen, vorwiegend für die natur- und technikwissenschaftlichen Disziplinen: Girls' Day, Schülerinnen&Schüler-Technik-Tage mit speziellen Mädchen-Angeboten, Techno-Club-Angebote in Zusammenarbeit mit Kooperationsschulen. Das Programm "Offensive Wissen durch Lernen" der TU Berlin ermöglichte die neuen Projekte "Zielgerade" und "IMPETUS", die Studentinnen beim Studienabschluss unterstützen beziehungsweise frühzeitig in Forschungsprojekte einbinden sollen. Ebenfalls neu: der Clara-von-Simson-Preis, der frisch diplomierte Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen auszeichnet und auf eine Karriere in der Wissenschaft hinweist. Promovendinnen finden im Virtuellen Doktorandinnen-Kolleg "ProMotion" Unterstützung.

Beachtlich ist auch die Bilanz des ProFiL-Programms, das erfolgreichen jungen Wissenschaftlerinnen durch Training und Mentoring "den letzten Schliff" vor der Berufung auf eine Professur gibt: 40 von bisher 107 Teilnehmerinnen erhielten bereits einen Ruf. Das Hochschulkarrierezentrum Femtec GmbH unterstützt Berufseinsteigerinnen und bietet innovative Programme zur Anwerbung von Frauen und Mädchen. Erfolgreich sind auch das Gastprofessorinnenprogramm und der Austausch von Wissenschaftlerinnen zwischen TU Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin, der den Wissenschaftlerinnen Erfahrungen in einer anderen Universität auf einer Gastprofessur vermittelt und beide Universitäten nichts kostet. Ein erstes Fazit der Frauenbeauftragten Degethoff de Campos: "Am Horizont erscheint ein Lichtstreif. Der Negativtrend für die Situation von Frauen an der TU Berlin ist gestoppt."

Konstanze Konrad / Quelle: "TU intern", 7/2007

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