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Der erste Schritt in ein neues Leben

Montag, 16. Juli 2007

TU-Aktionstag im Rahmen der bundesweiten Suchtwoche

TU-Aktionstag "Sucht"
TU-Pressestelle. Suchthelferin Annette Albrecht hilft beim Gehen auf der Linie. Die „Rauschbrille“ simuliert das Sichtfeld nach Alkoholgenuss
Lupe

"Wie betrunken" absolvierte auch die Dritte Vizepräsidentin der TU Berlin Ulrike Strate mit einem Stadtroller den Parcours aus orangenen Verkehrshütchen, den die Aussteller des Sucht-Aktionstages im Foyer der TU Berlin aufgebaut hatten. Dass die Vizepräsidentin den Weg nicht auf Anhieb fand, lag an der "Rauschbrille", die sie trug und die einen Alkoholgehalt von rund 1,5 Promille simulierte. Im Laufe des Tages hatten noch viele Besucher dieses "rauschhafte" Erlebnis. Der betriebsärztliche Dienst der TU Berlin hatte im Rahmen der bundesweiten Suchtwoche der Deutschen Hauptstelle für Suchtgefahren e.V. Mitte Juni auch einen Aktionstag in der TU Berlin organisiert. Neben den Mitmachangeboten wie dem Parcours mit der "Rauschbrille" gab es natürlich reichlich Informationen über das umfangreiche Thema Sucht, und die Auszubildendenvertretung bot an der Saftbar den TU-Cocktail aus Ananas-, Orangen- und Zitronensaft, Maracujanektar und Grenadine an. Neben den TU-eigenen Angeboten präsentierten sich auch externe Beratungs- und Hilfeeinrichtungen im Foyer des TU-Hauptgebäudes. In den Vereinen sind oft Ehrenamtliche tätig. Ihre Motivation rührt häufig aus eigener Betroffenheit.

"Ich weiß, wie schwer das ist, den ersten Schritt zu tun und sich Hilfe zu holen", sagt Eveline Scholz vom Diözeseverband e.V. Sie selbst hat lange mit ihrer Alkoholsucht gerungen, bis der Arbeitgeber sie unter Druck setzte und sie vor sich selbst zugeben musste, dass ihr Problem in der Umgebung keineswegs unbemerkt geblieben war, wie sie sich jahrelang einbildet hatte. Heute ist sie schon lange trocken und engagiert sich in Selbsthilfegruppen. "Es ist wichtig, den Menschen zu zeigen, dass sie nicht allein sind mit ihrem Problem und dass ihnen geholfen werden kann." Brigitte Appel, ebenfalls Ehrenamtliche, hat zu einer Angehörigengruppe gefunden. "Erst dort konnte ich nachvollziehen, was mein alkoholkranker Mann fühlt und denkt. Es war eine Hilfe für mich genauso wie für ihn."

Informationen gab es aber nicht nur zu Alkoholsucht, auch über Hilfsangebote für Nikotinsucht, Medikamentenmissbrauch, Essstörungen, (Computer-)Spielsucht oder Menschen in der Schuldenfalle wurde im Foyer informiert. In allen Krisensituationen können sich TU-Mitglieder an die Sozialarbeiterin Ulrike Hartmann-Voss wenden, an den Betriebsarzt Dr. Ulrich Loth oder an die Kolleginnen und Kollegen vom Arbeitskreis Sucht. Angebote zur Verbesserung des "Wohlfühl-Gefühls", zur Entspannung und damit zur Leistungssteigerung macht auch der Servicebereich Weiterbildung.

pp / Quelle: "TU intern", 7/2007

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