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Hochschulpolitik

Gesellschaftliche Fragen vielschichtig bearbeiten

Montag, 29. Juli 2019

Ein Gespräch mit TU-Präsident Christian Thomsen nach der Entscheidung

Lupe

Professor Thomsen, was bedeutet diese Entscheidung für die TU Berlin?

Für die TU Berlin bedeutet sie den Zugewinn eines großen Renommees. Insbesondere ist wichtig, dass wir hier zeigen konnten, dass wir in diesem Wettbewerb bestanden haben. Für die einzelnen Wissenschaftler*innen heißt das: mehr Chancen bei der Einwerbung von weiteren Drittmitteln, bei der Beteiligung an anderen Projekten, die wir gemeinsam mit den Partnerinnen machen. Und für die Studierenden bedeutet das, dass moderne, stärker gesellschaftsorientierte Inhalte in viele Studiengänge hineinkommen.

Welche weiteren Möglichkeiten eröffnen sich? Für die TU Berlin, für die Zusammenarbeit mit den anderen Universitäten und für den Wissenschaftsstandort Berlin?

Für die Zusammenarbeit haben wir damit einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht, insbesondere unsere technischen, ingenieurwissenschaftlichen Fächer mit gesellschafts- und politikwissenschaftlichen Fragestellungen stärker zu verzahnen. Diese können nun in der Summe viel moderner, viel eleganter und viel umfänglicher beziehungsweise vielschichtiger bearbeitet werden. Die Ergebnisse werden immer wieder ein Schlaglicht auf den Wissenschaftsstandort Berlin und seine Möglichkeiten werfen und ihn international ins Gespräch bringen.

Welche Themen hat speziell die TU Berlin in diesen Antrag eingebracht?

Wir haben sehr viel in die „Grand Challenges“ eingebracht, also in das Konzept der großen Herausforderungen, die nur gemeinsam bearbeitet werden können. Insbesondere ist da die Challenge der digitalen Transformation der Gesellschaft zu nennen.

Welche Relevanz hat jetzt das Thema „Wissenschaftskommunikation“ gewonnen, die Vermittlung der Erkenntnisse der Spitzenforschung an die Öffentlichkeit, an die Gesellschaft?

Wir finden, dass das ein sehr wichtiges Thema ist. Das sehen wir an der aktuellen Bewegung „Fridays for Future“. Wir müssen mit den Menschen dort draußen kommunizieren, denn sie fordern: „Macht etwas!“ Die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, inklusive Politik und Industrie, muss verstärkt und harmonisiert werden. Es ist wichtig, die anderen Agierenden unseres gesellschaftlichen Systems dazuzunehmen. Das haben wir als einen zentralen Punkt in den Antrag geschrieben – und das werden wir auch ausführlich behandeln.

Wie geht zukünftig „Gemeinsamkeit“ – in Verwaltung, Forschung und Lehre?

Auf der wissenschaftlichen Ebene wird das gar kein Problem sein. Es haben sich in dem langen Antragsprozess viele Leute zusammengefunden, die vorher keinen Kontakt hatten. Da wirkte der Prozess regelrecht als Katalysator. Für die eigentlichen Verwaltungen haben wir bisher keine Agenda, aber es bietet sich jetzt natürlich an, das zu forcieren. In einzelnen Bereichen arbeiten wir bereits recht eng zusammen. Andere Verwaltungsbereiche werden sicherlich nachziehen. Allerdings gibt es keine Notwendigkeit, die Verwaltungen zusammenzulegen, da ja nicht daran gedacht ist, die Unis zu verschmelzen.

Vielen Dank!
Das Gespräch führte Patricia Pätzold

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