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TU Berlin

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Hochschulpolitik

 

 

Jeder Euro kommt doppelt zurück

Freitag, 21. Juni 2013

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat die regionalökonomischen Effekte der vier Berliner Universitäten berechnet

Die DIW-Studie bringt es an den Tag: Die Universitäten sind Gold wert für die Stadt. Die vier Berliner Universitätspräsidenten stellen die Ergebnisse in der TU Berlin vor: Peter-André Alt (FU Berlin), Jan-Hendrik Olbertz (HU Berlin), Jörg Steinbach (TU Be
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„Die Berliner Universitäten mit ihren Beschäftigten und Studierenden stellen für den Berliner Landeshaushalt nicht nur einen Kostenfaktor, sondern vor allem einen beachtlichen Wirtschaftsfaktor dar“, sagte TU-Präsident Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach. Er stellte am 28. Mai 2013 zusammen mit den Präsidenten der drei anderen Berliner Universitäten eine Studie öffentlich vor, die nachweist, dass jeder Euro, den die öffentliche Landeskasse in die Berliner Universitäten investiert, zwei Euro an Wertschöpfung für die Hauptstadt nach sich zieht.

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Die Studie der DIW econ GmbH beleuchtet erstmals die regionalökonomischen Effekte der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Universität der Künste Berlin zusammen. Neben den nicht genau bezifferbaren langfristigen Effekten wie Reputation und Anziehungskraft, die von den Universitäten ausgehen und die Berlin zugutekommen, gibt es damit nun auch genaue Berechnungen in Euro und Cent: 836 Millionen Euro flossen im Jahr 2011 aus dem Berliner Haushalt in die Universitäten. Daraus erwirtschafteten diese rund 1,7 Milliarden Euro an regionaler Wertschöpfung. Der wirtschaftliche Effekt der Universitäten für den Standort ist demnach doppelt so hoch wie die Investition des Landes Berlin in sie. Diese 1,7 Milliarden Euro errechnete die Studie aus dem Einkommensvolumen von 24 800 Arbeitsplätzen, die in den Universitäten selbst vorhanden sind oder die durch die Nachfrage der Universitäten nach Dienstleistungen und Gütern in der Wirtschaft entstanden sind. Diese Beschäftigten allein sichern dem Land ein Steueraufkommen von 118 Millionen Euro. Aber auch die 96 000 Studierenden der vier Universitäten des Landes gaben 2011 etwa eine Milliarde Euro aus und kurbelten damit die Wirtschaft weiter an. Damit schaffen die Universitäten je 100 ihrer Beschäftigten 72 weitere Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft. Hinzu kommen die Forschungsmittel, die noch zusätzlich eingeworben werden, die sogenannten Drittmittel, mit denen weitere hochwertige Arbeitsplätze und Nachfrageeffekte geschaffen werden. Zusätzlich zu ihrem Etat von 840 Millionen Euro im Jahr 2011 warben die Unis Drittmittel in Höhe von 347 Millionen Euro ein. „Die Ausgaben des Landes für ihre Universitäten stärken also nicht nur die Innovationskraft und die Standortattraktivität, sondern schaffen bereits kurzfristig Arbeitsplätze, Einkommen und damit Steuereinnahmen für die Stadt“, so TU-Präsident Jörg Steinbach.

Doch damit nicht genug. Die Forschungsstärke der Universitäten macht Berlin auch für die außeruniversitäre Forschung attraktiv. Von den großen deutschen Forschungsinstituten haben sich 14 Leibniz-Institute in der Hauptstadt angesiedelt, drei Helmholtz-Institute sowie je sieben von der Max-Planck-Gesellschaft und der Fraunhofer-Gesellschaft. In dem „Förderatlas 2012“, den die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft vorgelegt haben, konnte sich Berlin mit 631 Millionen Euro DFG-Fördergeldern für alle Wissenschaftseinrichtungen der Stadt deutlich an die Spitze der deutschen Regionen setzen. Eng mit den Universitäten verbundene technologievermarktende Firmen sowie An-Institute generieren einige Hundert weitere hochwertige Arbeitsplätze.

Eine besonders wichtige Funktion haben die Universitäten aber auch als Motor für Existenzgründungen. Im Bundesvergleich belegt Berlin mit etwa 128 Neugründungen auf 10 000 Einwohner den Spitzenplatz, gefolgt von Hamburg und Hessen. Daran haben die Unis einen großen Anteil, der sich nicht zuletzt an den Bewilligungsquoten für die EXIST-Programme des Bundeswirtschaftsministeriums, bei der High-Tech-Gründerfonds-Finanzierung sowie bei der Anzahl von Anschlussfinanzierungen festmacht, bei denen Berlin dank seiner Universitäten und der Charité deutschlandweit eine Spitzenposition einnimmt. Diese Programme unterstützen besonders innovative technologie- und wissensbasierte Ausgründungen mit hohem Marktpotenzial. Dabei spielen neben diesen auch die Ausgründungen im Kreativ- und Kulturbereich eine Rolle. So bleiben 60 bis 80 Prozent der UdK-Absolventen in Berlin. 80 Prozent davon nehmen eine freischaffende Tätigkeit auf.

Die DIW-Studie im Internet: www.tu-berlin.de/?id=134546

 

tui / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 6/2013

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