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TU Berlin

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Hochschulpolitik

Imagewandel für die Ingenieurin

Montag, 19. April 2010

Erfolg im Wettbewerb "Nachhaltige Hochschulstrategien für mehr Absolventen" – 300 000 Euro Förderung für zwei Jahre

Frauen als Forscherin im Labor: Dr. Smitha Matthew, Alexander von Humboldt-Stipendiatin im Arbeitskreis von Professor Siegfried Blechert
Lupe

Bereits seit dem Jahr 2000 gehen die Abbrecherquoten in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) kontinuierlich in die Höhe. Einer der Gründe, so weiß man seit Langem, sind falsche Vorstellungen von der Studien- und Berufswelt in diesem Bereich. Mit ihrem Projekt "TU MINT – Strategien zur Nachwuchsförderung an der TU Berlin" setzte sich nun die TU Berlin als eine von insgesamt sechs Gewinnerinnen beim Wettbewerb "Nachhaltige Hochschulstrategien für mehr MINT-Absolventen" durch. Mit der Initiative wollen der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Heinz Nixdorf Stiftung einen Anreiz schaffen, dieser für die Zukunft der deutschen Wirtschaft unerfreulichen Situation zu begegnen.

300 000 Euro für die Jahre 2010 und 2011 werden in das Projekt, das von den Arbeitsgruppen um die Professoren Angela Ittel (Pädagogische Psychologie), Hans-Ulrich Heiß (Kommunikations- und Betriebssysteme) und Marion Esch (Qualitätsmanagement und Chancengleichheit in der Ingenieursausbildung) getragen wird, investiert.

"Mit diesem Projekt wollen wir einen nachhaltigen Imagewandel des MINT-Bereichs erreichen", erklärt Prof. Dr. Angela Ittel. "Wir wollen das Interesse bereits bei Schülerinnen und Schülern für MINT steigern, damit den Fachkräftemangel reduzieren und vor allem auch die Chancengleichheit in diesem Bereich verbessern."

Ein besonders wichtiger Part der Strategie ist die Schaffung von Vorbildern durch innovative Darstellungen in den Medien. "Mediale Vorbilder können die Beliebtheit bestimmter Berufe beträchtlich steigern", weiß Prof. Dr. Marion Esch. Die Flut von Anfragen nach den Berufsbildern Koch oder Rechtsmediziner – die im Fernsehen derzeit überdimensional häufig auftauchen – ist unter anderem ein deutlicher Hinweis darauf. Das könnte auch mit dem Berufsbild "Ingenieur" und vor allem "Ingenieurin" klappen. 2007 gab es in Deutschland 72 000 Ingenieurinnen, das sind gerade einmal elf Prozent aller Ingenieure. Marion Esch hat daher zusammen mit dem "Femtec Hochschulkarrierezentrum" eine Veranstaltungsreihe namens „Science meets Fiction“ ins Leben gerufen, ein regelmäßiges Dialogforum für Wissenschaftler und Fernsehmacher, das zum Ziel hat, mehr Ingenieure als positive Figuren ins fiktionale Fernsehgeschehen zu integrieren. Die Weiterentwicklung dieses Ansatzes ist Teil der neuen Strategie. Zur Gewinnung von mehr Nachwuchs, männlichem wie weiblichem, wird an der TU Berlin außerdem eine systematische Zusammenarbeit mit Schulen betrieben. Jüngstes Beispiel hierfür ist die Einrichtung einer zentralen Schulkoordinationsstelle im Februar dieses Jahres (s.u.), die auch den Übergang von der Schule zur Universität begleitet. Abgerundet wird die Strategie durch Maßnahmen, die den Studienerfolg der besonders vielen Studierenden mit Migrationshintergrund unterstützen sollen.

Quelle: "TU intern", 4/2010

Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer

Anfang Mai 2010 findet die erste aus einer Reihe von innovativen Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer statt. Sie sollen bereits während der Schulzeit ein größeres Bewusstsein für die Möglichkeiten wecken, die ein Berufsweg im MINT-Bereich bereithält. Das Konzept, das die Vermittlung von Informationen zu natur- und technikwissenschaftlichen Berufsfeldern unterstützt, haben die Siemens AG, die TU Berlin und die Beuth Hochschule für Technik Berlin gemeinsam entwickelt. Es soll über Ausbildungs- und Studiengänge bei der Siemens AG sowie über Studiengänge an der TU Berlin und der Beuth Hochschule, der ehemaligen Technischen Fachhochschule, aufgeklärt werden, um es Schülerinnen und Schülern zu erleichtern, sich über Berufe in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu informieren. Sie soll auf diese Weise einen Beitrag zur Erhöhung des Studierenden- und Ausbildungsanteils in den MINT-Bereichen leisten. An der TU Berlin wird die Maßnahme von der Zentralen Schulkoordinatorin beim Studierendensevice organisiert.

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