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TU Berlin

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Präsidentschaftswahl an der TU Berlin

Das Vizepräsidententeam von Martin Grötschel

Freitag, 11. Dezember 2009

Studienbedingungen dauerhaft attraktiv gestalten

Hans-Ulrich Heiß gehört zum Team von Martin Grötschel. Der Informatiker kandidiert für das Amt des 1. Vizepräsidenten
Hans-Ulrich Heiß gehört zum Team von Martin Grötschel. Der Informatiker kandidiert für das Amt des 1. Vizepräsidenten
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Der Erste Vizepräsident im Team von Martin Grötschel wird für den Bereich Lehre und Studium zuständig sein. Grundlagenwissen mit einer hohen Halbwertszeit ist die beste Voraussetzung für lebenslanges Lernen und eine nachhaltige Berufsbefähigung. Unser Ansatz für die TU Berlin lautet daher: Wir legen den Schwerpunkt auf eine solide wissenschaftlich-methodische Grundausbildung, in der die Frage nach dem "Warum?" im Vordergrund steht. Es ist unser Ziel, möglichst alle qualifizierten Studierenden zu einem Masterabschluss zu führen. Der Bedarf an hochqualifizierten Planern/Planerinnen, Ingenieuren/Ingenieurinnen, Wissenschaftlern/Wissenschaftlerinnen ist hoch und steigt weiter. Vor allem an solchen, die auch für Führungsaufgaben befähigt sind. Das verstärkt den Auftrag der TU, ihre Absolventen auf gesellschaftliche Verantwortung zu verpflichten, ganzheitlich, sozial und kommunikativ zu denken und zu handeln. Wir müssen das auch in den Curricula verankern.

Wir stehen vor der zentralen Aufgabe, die Erfahrungen mit den ersten Jahrgängen der Bachelor- und Masterstudiengänge zur Anpassung und Reform dieser Studiengänge zu nutzen und die Studienbedingungen dauerhaft attraktiv zu machen. Für den Studienerfolg ist das erste Studienjahr besonders wichtig. Hier lernt man, wie eine Universität funktioniert, man erfährt die erste Sozialisation im Fach, man findet sich in Lerngruppen und entwickelt Arbeitstechniken. Hier müssen wir die Studierenden durch geeignete Propädeutika unterstützen, in denen Lern- und Arbeitstechniken vermittelt und Eigenmotivation und Selbstorganisation gestärkt werden. Ein hoher Anteil an projektartigen Lehrveranstaltungen, in denen die Studierenden frühzeitig mit Forschungsfragen konfrontiert werden, motiviert sie nicht nur, sondern bringt auch berufsrelevante Kompetenzen – und mit wissenschaftlichen Methoden reale Probleme zu lösen macht nebenbei auch am meisten Spaß.

Wer im Studium Probleme hat, braucht Hilfe. Frühzeitiges Erkennen von Problemfällen und individuelle Hilfe und Beratung durch Mentoren, zu denen ein Vertrauensverhältnis besteht, bieten die Möglichkeit, Abbrecherquoten zu senken.

Für alle diese Ziele müssen wir die nötigen Strukturen etablieren und stärken. Das gilt aber auch auf Seiten der Lehrenden. Es ist wichtig, dass Professoren den Austausch über Lehrmethoden, didaktische Konzepte und Erkenntnisse der Lernforschung in den Fakultäten stärker pflegen. Die Prüfungspraxis muss sich den Anforderungen der neuen Studiengänge anpassen und soll zu neuen Konzepten für ein kompetenzorientiertes Prüfen führen.

Wir müssen die Lebenssituation der Studierenden besser berücksichtigen. Ein Teilzeitstudium als Option wird denjenigen helfen, die ihren Lebensunterhalt durch Nebenjobs sichern müssen. Internet und multimediale Inhalte sind für unsere Studierenden selbstverständlich und allgegenwärtig. Wir werden das Lernmaterial darauf abstimmen und das ISIS-Lernportal der TU entsprechend ausbauen. Vor allem wollen wir eine Atmosphäre schaffen, die eine stärkere Identifikation mit der Alma Mater ermöglicht. Zur Wertschätzung der Studierenden gehören nicht zuletzt auch bessere räumliche Arbeitsbedingungen, etwa mehr freie Arbeitsräume in den Gebäuden der TU mit Steckdosen für die Notebooks. Wir müssen mit der Zeit der Studierenden sinnvoll umgehen. Die flächendeckende Einführung elektronischer Prüfungs- und Modulverwaltung hat daher hohe Priorität und wird die Warteschlangen vor dem Prüfungsamt verschwinden lassen.

Die Internationalisierung wird auch in der Lehre strategisch gedacht und durch entsprechende Studienangebote vorangetrieben werden. Dazu gehören eine Flexibilisierung der Bachelorstudiengänge, um Auslandssemester leichter integrieren zu können, und eine Ausweitung des Angebots an Dual-Degree-Programmen mit attraktiven Partneruniversitäten im Ausland. Spezifische, an den Forschungsschwerpunkten der TU ausgerichtete internationale Masterstudiengänge helfen, den Bedarf an hoch qualifizierten Nachwuchswissenschaftlern zu sichern und die internationale Vernetzung zu stärken.

Um alle diese Aufgaben in angemessener Weise durchführen zu können, werde ich die Funktion des Vizepräsidenten für Lehre und Studium hauptamtlich wahrnehmen. Wir verstehen uns als Team, dessen Mitglieder sich in ihren Kompetenzen in idealer Weise ergänzen. Insofern ist meine Kandidatur an die Wahl von Martin Grötschel zum Präsidenten gebunden.

Durch Leitungsfunktionen in akademischen Organisationen im In- und Ausland habe ich umfangreiche Erfahrungen in der Gestaltung von Lehre und Studium gesammelt. Gleichzeitig bin ich als engagierter Hochschullehrer und Studiendekan meiner Fakultät immer im Gespräch mit den Studierenden und kenne ihre Sorgen und Nöte. Beides wird mir helfen, die TU Berlin zu einem attraktiven Ort für Studierende zu machen, an dem ihr Streben nach Erkenntnis aufgegriffen wird und die nötige Wertschätzung und Unterstützung erfährt. Das Selbstverständnis der TU Berlin orientiert sich an Heraklit: "Bildung heißt, ein Feuer zu entfachen, und nicht, einen leeren Eimer zu füllen."

Prof. Dr. Hans-Ulrich Heiß, Institut für Telekommunikationssysteme, Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik / Quelle: "TU intern", 12/2009

Auf alle Disziplinen bauen

Günther Seliger kandidiert im Grötschel-Team für das Amt des 2. Vizepräsidenten
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Als 2. Vizepräsident für Forschung im Team von Prof. Grötschel läge mir die Strategie der Nachhaltigkeit als Leitbild für die TU besonders am Herzen. Ich greife dabei auf große Erfahrung in ingenieurwissenschaftlicher Lehre und Forschung an Universität und Fraunhofer-Institut zurück, oft mit industriellen und wissenschaftlichen Partnern in der ganzen Welt, mit Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen. Unser Leben ist durch eine Wohlstandsverteilung, bei der weniger als ein Fünftel der Menschheit mehr als vier Fünftel der globalen Ressourcen verbraucht, fundamental bedroht. Bei dieser Diagnose liegt der Auftrag an eine moderne Universität auf der Hand.

Für all die Herausforderungen in sozialer, ökologischer, ökonomischer, technologischer und kultureller Nachhaltigkeit gibt es gute Chancen der Bewältigung, nur wir müssen sie wahrnehmen. Ich möchte in den Fakultäten, in der Exzellenzinitiative, in Sonderforschungsbereichen, Industriekooperationen und Netzwerken die vielversprechenden Ansätze dazu unterstützen.

Unsere Lage in Berlin hilft und verpflichtet uns. Um dem (inter)nationalen Wettbewerb an so herausragender Stelle standzuhalten, müssen wir als exzellente Forschungsuniversität sichtbarer werden. Meine Priorität besteht auch darin, effektive Maßnahmen zu initiieren, um langfristig unseren Platz im DFG-Ranking zu verbessern, um mehr Sonderforschungsbereiche zu motivieren, europäische Drittmittel zu akquirieren und erfolgreich in die Exzellenzinitiative zu starten. Die TU hat gerade mit ihrem Spektrum unterschiedlicher Disziplinen hier das Entscheidende zu bieten: Die Kommunikations- und Geisteswissenschaften brauchen wir für die ethische und kulturelle Orientierung. Die Ingenieurwissenschaften erschließen Potenziale für nützliche Anwendungen. Die Naturwissenschaften sind in der Grundlagenforschung mit einer zunehmenden Anwendungsorientierung gefragt, als komplementäre Partner der Ingenieurwissenschaften. Kompetente und nachhaltige Ressourcenzuteilung kommt aus den Management- und Planungswissenschaften. Mathematik und Informatik modellieren die technischen und planerischen Verfahren.

Ich möchte das Amt des Vizepräsidenten hauptamtlich und nur im Team von Martin Grötschel wahrnehmen und sehe mich als Impulsgeber und Moderator, um die dezentralen Initiativen zu beraten und zu einer universitären Architektur der Nachhaltigkeit zu sammeln, die nach außen wirkt, uns viel Unterstützung bescheren wird und unsere Kräfte bündelt.

Professor Dr.-Ing. Günther Seliger, Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb, Fakultät V Verkehrs- und Maschinensysteme / Quelle: "TU intern", 12/2009

Mit Gleichstellung Maßstäbe setzen

Im Team von Martin Grötschel: Angela Ittel stellt sich als 3. Vizepräsidentin zur Wahl
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Ich stelle mich im Team von Martin Grötschel für die Wahl zur 3. Vizepräsidentin für Gleichstellung, Internationales und Weiterbildung zur Verfügung. Die TU Berlin hat sich der Deutschen Forschungsgemeinschaft gegenüber verpflichtet, die Gleichstellung in allen Statusgruppen voranzutreiben. Die effektive Umsetzung liegt mir besonders am Herzen, denn die TU hat das beste Potenzial, hier Maßstäbe zu setzen. Auch die neuen Hochschulverträge zeichnen klar diese Leistungsparameter vor, und eine Universität erhält in Zukunft nur dann DFG-Fördermittel, wenn sie die Ziele einhält oder übertrifft. TU-Programme für die Werbung von Schülerinnen und Schülern lassen sich hervorragend bündeln und weiterentwickeln. Faire, geschlechtergerechte Berufungsverfahren sind eine beständige Herausforderung, ebenso gleichstellungsorientierte Lehre und Mitarbeiterführung. Diese werde ich sichern und fördern. Wir müssen vor allem eine noch stärker familiengerechte Hochschule werden, um die wahrgenommene Qualität der TU zu erhöhen.

Die TU hat mit Berlin einen internationalen Vorteil. Das macht es uns leichter, internationale Kontakte zu knüpfen und zu fördern. Ich habe Studium und Promotion in den USA absolviert. Die Chancen des Austausches sind mir tief bewusst. Die TU sollte hier Schwerpunkte setzen und gezielt jene Kontakte intensivieren, die vorbildhaft ihre Qualitäten stärken. Martin Grötschel hat mit seiner Kandidatur ein Profil für die TU formuliert, das auf dem Thema Nachhaltigkeit beruht. Dieses Modell bietet weltweit eine exzellente Plattform für Vernetzungen. Diese auszubauen und sichtbar zu machen ist mein Ziel. Meine Aktivitäten in der Weiterbildung betreffen zunächst die Förderung des wissenschaftlichen Mittelbaus, etwa durch die Unterstützung eines TU-weiten Netzwerks von Doktorandinnen und Doktoranden. Soziale und kulturelle Kompetenzen müssen an der TU so verankert werden, dass unsere Alumni die hohen Erwartungen in Wirtschaft und Wissenschaft erfüllen und alle hier Tätigen den Anforderungen einer modernen Hochschule gerecht werden können. Denn: Lebenslanges Lernen ist nicht nur ein Privileg für Studierende, sondern ein Angebot für alle TU-Mitglieder.

Wenn Martin Grötschel zum neuen Präsidenten gewählt wird, werde ich für das Amt der 3. Vizepräsidentin hauptamtlich kandidieren. Das Ziel ist die Zusammenarbeit in einem sehr kooperativen Team, das gemeinsam mit allen Beteiligten die Potenziale der TU stärken möchte. Wir arbeiten an einer hervorragenden Universität – diese Chance sollten wir jeden Tag erneut ergreifen.

Prof. Dr. Angela Ittel, Institut für Erziehungswissenschaft, Fakultät I Geisteswissenschaften / Quelle: "TU intern", 12/2009

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