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Hochschulpolitik

Hoffnung für die Zulassung

Dienstag, 07. April 2009

Hochschulen einigten sich auf eine Übergangsregelung

Studierende und Hochschulen können vorsichtig aufatmen. Anfang März konnten sich Bund, Länder und Hochschulen auf eine Übergangsregelung einigen, mit der die Zulassung zum kommenden Wintersemester vereinfacht werden soll. Experten aus Politik und Wissenschaft hatten im Vorfeld vor einem sich verstärkenden und  nicht mehr handhabbaren Chaos gewarnt, das in den letzten Jahren aus dem Phänomen der Mehrfachbewerbungen von Studienanfängern entstand. Dieses hat zur Folge, dass ein Bewerber zeitversetzt oft mehrere Zusagen erhält. Man immatrikuliert sich, und wenn die nächste Zusage kommt, exmatrikuliert man sich wieder: das  sogenannte "Hopping".

Mit jeder Exmatrikulation leiten die Hochschulen ein Nachrückverfahren ein. Schließlich bleiben häufig Studienplätze frei. Eine unerträgliche Situation sowohl für Hochschulen als auch für Studienbewerber. Um selbst Abhilfe zu schaffen, verständigte sich eine Gruppe großer bundesdeutscher Hochschulen, zu denen auch die TU Berlin gehört, zusammengeschlossen in der sogenannten "Hamburger Initiative", auf einen festen Zeitraum zur einheitlichen Verschickung der Zulassungsbescheide: die Woche vom 7. bis 14. August 2009. So sollte das "Hopping" vermieden werden. Dies ändert jedoch nichts an dem faktischen Zwang, sich mehrfach zu bewerben, um die Chancen auf einen Studienplatz zu erhöhen.

Inzwischen ist die Situation zur "Chefsache" avanciert. Bundesforschungsministerin Annette Schavan zeigte sich zuversichtlich, dass so gut wie alle Hochschulen sich dieser Initiative anschließen werden. “Der Grund für viele Hochschulen, bei der Zusage zu diesem Zeitkorridor zu zögern, liegt darin, dass keine Hochschule genau planen kann, wie viele Bewerbungen im Sommer auf sie zukommen“, erklärt Dr. Horst Henrici, kommissarischer Leiter des Studierendenservice der TU Berlin. Mangels eines zentralen Abgleichs der Bewerbungen bleibt das Dilemma der hohen Diskrepanz zwischen Bewerbungen und Studienplätzen. Weiterhin werde jeder Bewerber seine Bewerbung für das kommende Semester an mehrere Hochschulen richten, von denen nur eine nicht für den Papierkorb arbeite. Die meisten Zulassungsstellen in den Hochschulen seien chronisch unterbesetzt. Das Zulassungsteam der TU Berlin sei zum Beispiel für rund 11000 Bewerbungen ausgelegt - im letzten Jahr gab es 18000. Die TU-Hochschulleitung stellte jetzt angesichts der dramatischen Situation eine personelle sowie eine IT-Verstärkung in Aussicht. Nach der ersten Zulassung wird eine Internetbörse eingerichtet, der die Hochschulen ihre Restplätze melden sollen. Sie ermöglicht den Studierenden damit zeitnah, deutschlandweit nach den verbliebenen Plätzen zu recherchieren, um sich dann  direkt zu bewerben. Diese Übergangsphase, so Ministerin Schavan, wird mindestens zwei Jahre dauern, bis ein neues, umfassendes Zulassungssystem eingeführt ist. Ein Lastenheft für die nötige Software wurde bereits vorgestellt: Verantwortlich für den fachlich kompetenten Ablauf der Ausschreibung ist TU-Professor Stefan Jähnichen vom Institut für Softwaretechnik und Theoretische Informatik.

pp / Quelle: "TU intern", 4/2009

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