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Hochschulpolitik

Meldungen

Montag, 13. Oktober 2008

Diskussion um Bologna-Reform

/tui/ Der 10. Deutsche Studierendensurvey, den das Bundesbildungsministerium im Sommer veröffentlichte, hat in den letzten Monaten für Diskussionen gesorgt. Laut dieser Studie erwartet nur noch jeder dritte Studierende, dass die deutschen Hochschulen durch die Bologna-Reformen attraktiver für ausländische Studierende werden. Auf die Verbesserung der Berufschancen wird ebenso wenig vertraut. Jeder Zweite erkenne Bachelor-Studiengängen die wissenschaftliche Qualität sogar ab. Das nahm der Deutsche Hochschulverband (DHV) zum Anlass, die "Alarmstufe Rot bei Bologna-Reformen" auszurufen. Dieses Studierendenvotum sei desaströs. Die Wunschvorstellungen der Bologna-Befürworter deckten sich nicht mit der Lebenswirklichkeit der Studierenden. Man müsse massiv gegensteuern. Der DHV-Präsident Bernhard Kempen forderte daher eine umgehende "Reform der Reform", die den Master als Regelabschluss wieder einführe. Die vielfältigen Probleme als "Kinderkrankheiten" zu verharmlosen sei verantwortungslos. Dagegen wandten sich der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Ein Zurückdrehen der Reformen werde es nicht geben. Das Gerede über schlechte Arbeitsmarktchancen sei fahrlässig und verunsichere die Studierenden. Inzwischen hatten die Personalvorstände von rund 40 führenden deutschen Unternehmen weitere Reformen angemahnt, rund 80 Unternehmen hätten sich der diesjährigen "Bachelor-Welcome-Erklärung" angeschlossen.

Empfehlungen für neue Exzellenz

/tui/ Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Wissenschaftsrat haben ein Eckpunkte-Papier herausgegeben, das erste Überlegungen und Empfehlungen zur Fortführung der Exzellenzinitiative enthält. Unter anderem reiche eine fünfjährige Förderung nicht aus, das sei schon jetzt erkennbar, um die neu geschaffenen Strukturen nachhaltig zu etablieren. Ende November soll ein endgültiger Monitoring-Bericht zur Exzellenzinitiative vorliegen.

Weniger Studienabbrüche

/tui/ Im Jahr 2006 ist die Zahl der Studienabbrüche um vier Prozent zurückgegangen, von 24 auf 20 Prozent. Das errechnete die Hochschulinformationssystem GmbH (HIS). Das Bundesbildungsministerium sehe darin einen Erfolg aus der Umstellung auf die Bachlorstudiengänge.
www.his.de

Pilotversuch zur Hochschulzulassung startet demnächst

/tui/ Die Länder einigten sich mit der Hochschulrektorenkonferenz im Juli über das künftige Serviceangebot der geplanten Stiftung für Hochschulzulassung. Die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) - als Vorläufereinrichtung der künftigen Stiftung - wurde beauftragt, das neue Verfahren unter der Verantwortung einer gemeinsamen Steuerungsgruppe so schnell wie möglich umzusetzen. Auch das Know-how von „uni-assist“, das den Service für internationale Studienbewerbungen anbietet, soll einbezogen werden.

Nordrhein-Westfalen ohne Vergaberahmen

/tui/ Auch in Nordrhein-Westfalen wird es zukünftig den sogenannten Vergaberahmen der Professorenbesoldung nicht mehr geben. Anfang August beschloss das Landeskabinett, diesen abzuschaffen, um für den Wettbewerb um die besten Köpfe international besser gerüstet zu sein. Der Vergaberahmen verhindert bisher freie Gehaltsverhandlungen im Rahmen des universitären Budgets bei Hochschullehrern. Schon im vergangenen Jahr war das Bundesland Thüringen als erstes in Deutschland diesen Weg gegangen.

Quelle: "TU intern", 10/2008

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