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Hochschulpolitik

Lehre in anderen Teilen der Welt

Montag, 13. Oktober 2008

Hochschulrektoren fordern mehr wissenschaftliche Weiterbildung

Immer mehr Hochschulen stellen sich der Zukunftsaufgabe, mehr für die wissenschaftliche Weiterbildung zu tun. Sie entwickeln kreative Programme, werden aber von der Politik zu wenig unterstützt. Zu diesem Ergebnis ist die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) gekommen und hat ein Positionspapier zu diesem Thema herausgegeben, in dem sie mehr Impulse und Anreizsysteme für diese Aufgabe vom Bund fordert. Unter anderem sollten die Länder nach Auffassung der HRK die Grundfinanzierung für die Lehre erhöhen und den Hochschulen Instrumente für die Anrechnung von Lehrdeputaten, Zulagen und Nebentätigkeiten zur Verfügung stellen. Das diene vor allem auch der internationalen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Universitäten. Derzeit seien sie zu sehr auf eigene Initiativen angewiesen.

Die TU Berlin hat dieses Problem schon länger erkannt und in den letzten Jahren einige Programme entwickelt, um ihr wissenschaftliches Personal auf verschiedenen Feldern weiterzubilden. Beispiele von Weiterbildungen im Bereich Lehre sind unter anderem die Programme: "Teaching for University’s Best", "Online-Lehre lernen", „Train the Tutor“, Workshops zur Verwertung von Patenten und andere, die von der Zentraleinrichtung Kooperation der TU Berlin (ZEK) organisiert werden. Gerade kürzlich, am 30. September 2008, veranstaltete die ZEK einen „E-Learning-Tag“, auf dem, auch im Austausch mit anderen Universitäten, die Frage erörtert wurde, wie Elemente des E-Learnings in die universitäre Lehre eingeführt werden können. Verschiedene TU-Fachgebiete präsentierten dort auch erfolgreiche Praxisbeispiele, wie Vorlesungen und Übungen mit Elementen wie Online-Tests, Wikis, Webquests und Foren angereichert werden können. Doch auch für die wissenschaftliche Weiterbildung auf dem Gebiet der Forschung gibt es Erfreuliches zu berichten. Der Gründungsservice warb beispielsweise kürzlich Stipendien im Bereich Entrepreneurship Education ein. Zwei Professoren, Markus Hecht (Fachgebiet Schienenfahrzeuge) und Claus Steffan (Fachgebiet Gebäudetechnik und Entwerfen), fuhren Ende Juli nach Boston, um am European Entrepreneurship Education Colloquium on Participant Centered Learning der Harvard Business School teilzunehmen. Die Kosten für das Kolloquium trug das EXIST-III-Projekt „Gründergeist“ des Bundeswirtschaftsministeriums. 22 Professorinnen und 55 Professoren aus 30 europäischen Ländern, Indien und Singapur zählten zu den Teilnehmern. "Unternehmertum ist erlernbar, der Erfolg der Ausbildung aber schwer messbar" war das Fazit, das Markus Hecht und Claus Steffan aus Harvard mitbrachten. Insbesondere aber hatten sie Gelegenheit gehabt, kulturell begründete verschiedene Vorlesungsstile kennenzulernen.

Im nächsten Jahr wird der Gründungsservice wieder mehrere Stipendien an engagierte Professorinnen und Professoren, besonders aus Naturwissenschaft und Technik, vergeben. Bewerben kann man sich bereits jetzt.

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 10/2008
"An der Harvard University wird erheblicher Aufwand mit Evaluation getrieben. Es gibt unter anderem Videoaufnahmen, Evaluation der Professoren durch die Studierenden und das gegenseitige Besuchen der Veranstaltungen."
Prof. Dr. Markus Hecht,
TU-Fachgebiet Schienenfahrzeuge

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