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Hochschulpolitik

Finanzielle Risiken gefährden Hochschulen

Montag, 13. Oktober 2008

Gemeinsam gaben am 22. September die Präsidenten der Berliner Universitäten ihrer Besorgnis um die finanzielle Absicherung der Hochschulen in den kommenden Jahren Ausdruck. Gleichzeitig erklärten sie, den Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung nachdrücklich darin unterstützen zu wollen, in den anstehenden Haushaltsverhandlungen die künftigen Risiken in den Hochschuletats abzusichern. Sie wollen damit vor allem die Leistungs- und Funktionsfähigkeit sowie das Angebot an Studienplätzen der Berliner Universitäten in vollem Umfang erhalten. Um dem Senator Argumentationsgrundlagen an die Hand zu geben, hatten die drei großen Universitäten umfangreiche Zahlenwerke über die Entwicklung der Hochschulfinanzierung in Berlin erarbeitet.

In den Jahren 2010 bis 2013 sind danach erhebliche Steigerungen jährlicher Zahlungsverpflichtungen zu erwarten: 22,4 Millionen Euro wegen gestiegener Preise für Güter und Dienstleistungen, 42,3 Millionen Euro durch die Erhöhung von Pensionen, Beihilfen, Beiträgen zur VBL oder der Tarifangleichung Ost-West, wahrscheinlich etwa 64,6 Millionen Euro durch zu erwartende Tarifsteigerungen sowie mögliche Verpflichtungen durch gesetzliche Änderungen und Urteile (zum Beispiel Sportstätten-Nutzung oder Urteile zum BAT) in Höhe von 28,5 Millionen Euro.

Wissenschaft schafft Arbeit

Die Präsidenten wiesen auch darauf hin, dass die im vergangenen Jahr von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eingeworbenen Drittmittel in Höhe von 194 Millionen Euro dem Land rund 2000 Vollzeit-Arbeitsplätze zusätzlich beschert hatten. Unternehmensgründungen aus der Wissenschaft heraus hatten weitere Arbeitsplätze geschaffen. Dies habe die Wirtschaftskraft Berlins um eine dreiviertel Milliarde Euro erhöht.
Dagegen sei seit 1992 das Universitätspersonal um 36 Prozent gesunken, von 12820 Vollzeitkräften im Jahr 1992 auf 8150 im Jahr 2007 - eine einzigartige Entwicklung in Deutschland, die die Wettbewerbsfähigkeit der Berliner Universitäten nicht unerheblich erschwere. Dabei seien sie eine der wichtigsten Säulen für die Wirtschaftskraft der Stadt als europäischer Metropole. Bei dem absehbaren Fach- und Führungskräftemangel, so die Universitätspräsidenten, erwarte die Berliner Bevölkerung daher zu Recht, dass der Senat im Haushalt eindeutige Prioritäten zugunsten der Wissenschaft setzt - vor allem aber klare Perspektiven für die junge Generation aufzeigt.

tui / Quelle: "TU intern", 10/2008

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