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Hochschulpolitik

Amerikaner sind uneinholbar

Montag, 14. April 2008

Bericht zum Stiftungsgeschehen an Berliner Hochschulen

Durchschnittlich 2,5 Millionen Euro jährlich werben deutsche Universitäten aus Stiftungsgeldern ein. In Berlin standen den Hochschulen im Jahr 2006 rund 13,2 Millionen Euro zur Verfügung. Es gab 53 Stiftungsprofessuren. Das meiste Geld floss an die vier großen Universitäten, einschließlich Charité. Rund 70 Prozent davon waren Spenden, 28 Prozent Stiftungsprofessuren und rund zwei Prozent Erträge aus hochschuleigenen Stiftungen. Das geht aus einem Bericht an das Abgeordnetenhaus zur Evaluierung des Stiftungsgeschehens an den Berliner staatlichen Hochschulen von 2000 bis 2006 hervor, an dem auch die Hochschulen beteiligt waren.

Zwar gehen die Verfasser der Studie und die Hochschulen davon aus, dass die Bedeutung des Stiftungsgeschehens in den nächsten Jahren noch zunehmen wird. Insgesamt könne man jedoch nicht mit der Situation zufrieden sein. Die rund 40 Stiftungen an Berliner Hochschulen, eine relativ hohe Zahl, erbrächten zum Beispiel weniger Einnahmen als erwartet. Die Kapitaleinlagen seien jeweils gering und die Zweckbestimmungen teils so spezialisiert, dass Zustiftungen ausblieben.

Die große Hochschuldichte in Berlin führe zudem zu einer Konkurrenzsituation. In der Folge blieben alle Universitäten bis auf die Humboldt-Universität unter dem Bundesdurchschnitt von 2,5 Millionen Euro an Einwerbungen.
Die Anstrengungen zum Fundraising der Alumni-Organisationen führen nach dem Bericht derzeit ebenfalls noch nicht zu finanziell tragenden Ergebnissen. Der Vorsprung amerikanischer Stiftungsuniversitäten sei so gut wie uneinholbar, ist die Arbeitsgruppe überzeugt, dennoch seien die Potenziale hier noch nicht ausgeschöpft. Stiftungsprofessuren seien ein wirksames Mittel, die Ausstattung der Hochschulen befristet zu verbessern. Auf längere Sicht dürfte jedoch das Stiftungsgeschehen die staatliche Finanzierungsverpflichtung nicht ersetzen oder relativieren. Die generelle Befristung von Stiftungsprofessuren, also der Verzicht auf eine garantierte Anschlussfinanzierung, sei ohnehin nicht praktikabel, da dies der Berufspraxis zuwiderlaufe und damit Anreize fehlten. Entsprechend wird eine Ankündigung des Wissenschaftssenators begrüßt, im Rahmen des Masterplans "Wissen schafft Berlins Zukunft" ein Sonderprogramm vorzusehen, mit dem auch die Anschlussfinanzierung von Stiftungsprofessuren zusätzlich finanziert werden soll. Dies sei ein wirksames Instrument, könne aber nur funktionieren, wenn auch ein Mentalitätswechsel bei den Stiftern stattfände. Nicht jede beliebige zweckbestimmte Professur unabhängig vom wirklichen Bedarf sei zu akzeptieren, sondern die Hochschulen seien gehalten, sich aktiv um Stiftungsprofessuren für dringend benötigte Denominationen zu bemühen.

  • www.parlament-berlin.de [1]
pp / Quelle: "TU intern", 4/2008

Lesen Sie auch:

  • Drei Prozent sind das Ziel [2]

"TU intern" April 2008

  • Online-Inhaltsverzeichnis [3]
  • Hochschulzeitung "TU intern" - April 2008 [4]
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