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TU Berlin

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Hochschulpolitik

Visionen zur Förderung der Spitzenforschung

Montag, 19. November 2007

Lebhafte Diskussionen über den Masterplan des Wissenschaftssenators

Nach der Endrunde des Exzellenzwettbewerbs konkretisierte Berlins Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner seine Pläne für die Zukunft der Spitzenforschung in der Hauptstadt. Aufbauend auf seinen Masterplan "Wissen schafft Berlins Zukunft", den er im Frühsommer vorlegte, schlug er eine übergreifende Einrichtung mit dem Arbeitstitel "International Forum of Advanced Studies" vor. Dieser in den Medien unter dem Stichwort "Super-Uni" viel diskutierte Plan stieß auf ein geteiltes Echo.

Nach einem Gespräch zwischen den Präsidenten der Berliner Universitäten, den außeruniversitären Forschungseinrichtungen und dem Senator einigte man sich auf eine Arbeitsgruppe, die bis Jahresende Eckpunkte für die gemeinsame Förderung der Spitzenforschung ausarbeiten soll.

Auch der Akademische Senat (AS) der TU Berlin und das Kuratorium der FU Berlin diskutierten die Pläne für ein "International Forum" intensiv. Die AS-Mitglieder fassten einstimmig, über alle Fraktionen hinweg, einen Beschluss, mit dem sie ausdrücklich die Bemühungen des Senators unterstützten, den Wissenschafts- und Innovationsstandort zu stärken und damit seine Sichtbarkeit im nationalen und internationalen Umfeld zu erhöhen.

Der Akademische Senat weist jedoch die Gründung eines "International Forum for Advanced Studies", das mit Promotions- und Graduierungsrecht ausgestattet sein soll, entschieden zurück. Eine solche Einrichtung würde den Wissenschaftsstandort empfindlich schwächen, da die Berliner Universitäten im Verbund mit den außeruniversitären Einrichtungen in wesentlich stärkerem Maße erfolgreich sind, als dies durch die Errichtung einer zusätzlichen, im Wettbewerb mit den bestehenden Berliner Universitäten stehenden Universität erreicht werden könnte. Auch das Kuratorium und der AS der FU Berlin lehnen das "International Forum" ab.

Die AS-Mitglieder der TU Berlin sehen in der gezielten Weiterentwicklung der kooperativen wissenschaftlichen Strukturen den geeigneten Weg zur Stärkung des Standortes, zumal bisherige Kooperationen zwischen den Universitäten und den außeruniversitären Einrichtungen bereits überdurchschnittlich erfolgreich waren, nicht nur in der Exzellenzinitiative.

Nachwuchs in Breite und Spitze qualifizieren

Darüber hinaus besteht weiteres erhebliches Potenzial zum Ausbau kooperativer wissenschaftlicher Strukturen. Dies umfasst auch die Initiativen, die in den zwei Wettbewerbsrunden der Exzellenzinitiative aufgrund nicht ausreichend verfügbarer Mittel nicht zum Zuge kamen. Auch in diesem Punkt ist sich die TU Berlin mit dem Wissenschaftssenator einig, dass diese Initiativen unbedingt zu fördern sind.

Der AS  lehnt auch den Plan des Senators ab, einerseits den Hochschulen die Ausbildung des überwiegenden Teils der Studierfähigen, nämlich 40 Prozent eines jeden Jahrgangs, zu überlassen und andererseits die Eliteausbildung in einem "International Forum for Advanced Studies" zu konzentrieren. Dies widerspricht dem Auftrag und dem Selbstverständnis der Universitäten, den wissenschaftlichen Nachwuchs sowohl in der Breite als auch in der Spitze zu qualifizieren.

stt / Quelle: "TU intern", 11/2007

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