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TU Berlin

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EIN-Blick für Journalisten

Es werde Licht – in Berlin

Montag, 26. Januar 2009

Medieninformation Nr. 18/2009

Prof. Dr.-Ing. Stephan Völker von der TU Berlin erforscht effektive Lichtquellen

Berlin ist nicht nur die Hauptstadt Deutschlands. Berlin ist gewissermaßen auch Hauptstadt des Lichts. Die Glühlampe, die Plancksche Strahlungskurve oder Albert Einstein – seit mehr als 125 Jahren wird an der Spree rund um das elektrische Licht geforscht. Professor Dr.-Ing. Stephan Völker, der im April 2008 zum Fachgebietsleiter für Lichttechnik am Institut für Energie- und Automatisierungstechnik der Technischen Universität berufen wurde, tritt also in berühmte Fußstapfen.

Der Wissenschaftler, der zunächst Energietechnik studierte, entschied sich für die ungewöhnliche Spezialisierung Lichttechnik, weil ihn das interdisziplinäre Fach faszinierte. "Mit Lichttechnik kann jeder etwas anfangen – das Fach berührt jeden – ob bei der Arbeit oder im Theater, ob im Auto oder beim abendlichen Spaziergang", berichtet er. Außerdem können Disziplinen wie Biologie, Architektur, Physik, Arbeitswissenschaften, Elektrotechnik und Physik eine wichtige Rolle in der Lichttechnik spielen – je nach Anwendung. "Es ist außerordentlich spannend, gerade in der heutigen Zeit diesen Lehrstuhl übernehmen zu dürfen", sagt Prof. Völker.

In einer Zeit, in der Energie immer knapper und teurer wird, in der die Europäische Union herkömmliche Glühlampen verbietet und in Berlin einmal wieder der Streit um die Abschaffung alter Gaslaternen schwelt, gibt es genügend Herausforderungen für Völker und seine Arbeitsgruppe. "Wir beschäftigen uns zum Beispiel damit, wie man Lichtqualität bewertet", erläutert der 42-Jährige. Besonders in Innenräumen sei es wichtig, welches Licht als angenehm empfunden werde. Außerdem forschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Berlin an Themen wie der Lichtsteuerung und Leuchtdioden (LEDs), die farbiges und/oder dynamisches Licht produzieren. "Mittlerweile gibt es LEDs, die ein Lichtspektrum erzeugen, dass denen der alten Gaslaternen sehr ähnlich ist", beruhigt er Laternen-Nostalgiker. "Man muss sich einmal vergegenwärtigen, dass in einer Gaslaterne fünf Glühstrümpfe sitzen. Ein Glühstrumpf verbraucht 250 Watt, pro Gaslaterne sind das 1250 Watt. Mit 70 Watt elektrischer Leistung wäre zudem eine deutlich bessere lichttechnische Qualität erreichbar. Und in Berlin gibt es 43 000 Gaslaternen", erläutert der Forscher.

Lediglich in vier deutschen Städten kann man überhaupt an einer Universität Lichttechnik studieren: in Ilmenau, Darmstadt, Karlsruhe und Berlin.

apu

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Prof. Dr.-Ing. Stephan Völker
TU Berlin
Institut für Energie- und Automatisierungstechnik
Fachgebiet Lichttechnik
Tel.: 030/314–22277

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