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TU Berlin

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EIN-Blick für Journalisten

Das wohl größte Puzzle der Welt

Montag, 17. März 2008

TU-Studierende erarbeiten virtuelles Modell der Berliner Bauakademie aus mehr als einer Million Einzelteile

Die schlichte Eleganz der Schinkel’schen Bauakademie wurde in dreidimensionalen Computeranimationen wieder zum Leben erweckt
Lupe

Aus mehr als einer Million Einzelteile haben Diplomanden des TU-Instituts Geodäsie und Geoinformationstechnik mit Unterstützung des ehemaligen Leiters des Fachgebiets Photogrammetrie Prof. Dr.-Ing. Jörg Albertz, ein digitales Modell der ehemaligen Schinkel'schen Bauakademie sowie eine 3-D-Filmanimation hergestellt.

Die 1836 vollendeten Gebäude der Bauakademie, eine Vorgängereinrichtung der TU Berlin, stand einst am Werderschen Markt in Berlin. Mehrere Vereine haben es sich auf die Fahnen geschrieben, dieses Denkmal großer Architektur, dessen Ruine nach dem Krieg gesprengt wurde, wieder erstehen zu lassen. Eine Stoffattrappe, die sogenannte Schaufassade, in Originalgröße sowie eine "Musterecke" und ein originalgetreuer Innenraum, der Rote Saal, zeugen von ihren Aktivitäten. Einer der Vereine ist der "Förderverein für die Schinkelsche Bauakademie e.V.", der das digitale Modell kürzlich der Öffentlichkeit präsentierte. Es soll, so der Vereinsvorsitzende Wolfgang Schoele, einen lebhaften Eindruck von dem Vorhaben vermitteln, insbesondere vorhandene Fassadenelemente visualisieren und zeigen, wie das Gebäude im Ensemble mit der Friedrichwerderschen Kirche und anderen historischen und modernen Bauten im Stadtbild wirken würde. Neben der Filmanimation sind die vier viergeschossigen Fassaden mit ihren jeweils acht Fensterachsen einzeln zu besichtigen. Sie erscheinen recht grau. Nur an einigen Stellen erstrahlen Reliefplatten und Terrakotten im warmen Ziegelrot, das für die Bauakademie typisch ist. Es sind die noch in verschiedenen Berliner Museen wie der Alten Nationalgalerie, der Zitadelle Spandau oder dem Schloss Charlottenburg lagernden Originalterrakotten.

"Wir haben zunächst ein virtuelles Drahtmodell aus mehr als einer Million Einzelteile mit dem Computerprogramm ‚Auto CAD' hergestellt", erzählt David Bornemann. Der Diplomand und sein Kommilitone Thomas Rox konnten sich bei dieser Aufgabe auf ein Holzmodell der Modellbau GmbH Monath & Menzel stützen sowie einen 3-D-Plan der Innenstadt, der durch Vermittlung von TU-Professor Thomas Kolbe vom Fachgebiet Methodik der Geoinformationstechnik von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zur Verfügung gestellt wurde. Das Drahtmodell musste anschließend mit Bildern (zum Beispiel der Terrakotten oder der Portale) verkleidet und teils perspektivisch verzerrt werden, die sogenannte Oberflächentexturierung. "Der Schmuck bestand aus 24 verschiedenen Elementen aus dem ersten Obergeschoss, aus acht weiteren ursprünglich über den Fensterbögen befindlichen Reliefs und drei verschiedenen floralen Schmuckelementen, die sich im Obergeschoss mehrfach wiederholten", erklärt David Bornemann die mühevolle, zwei Jahre dauernde Kleinarbeit. Das virtuelle Bauakademie-Modell, das der Verein auch als Anschauungsmaterial nutzen will, um den Prozess zur Erreichung der Denkmaleigenschaft für das Gebäude zu unterstützen, ist nun auf der Website des Vereins zu besichtigen, der Animationsfilm im Newsportal der TU-Pressestelle.

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Kontakt zum Wissenschaftler:

Prof. Dr.-Ing. Jörg Albertz
Technische Universität Berlin
Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik
Fachgebiet Photogrammetrie und Kartographie
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin
Tel.: 030/314-23331
Fax: 030/314-28991

www.igg.tu-berlin.de/index.php?id=297

Expertendienst: Bauakademie / Photogrammetrie

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