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Planet Erde - die dritte Dimension

Montag, 20. August 2007

Verfahren zur automatischen Umwandlung von Filmen in 3-D

Autostereoskopisches 3D-Display
Fachgebiet Nachrichtenübertragung. Autostereoskopisches 3-D-Display aus der Serie "Ice Worlds" der BBC Dokumentation "Planet Earth"
Lupe

"Spiderman 3-D", "300" oder "Nightmare before Christmas" - vor allem der amerikanische Markt versucht mit der neuen 3-D-Technik wieder mehr Publikum in die Kinos zu locken. Mehr als 500 3-D-Kinos werden derzeit in den USA gebaut.

Der rasante Fortschritt in der 3-D-Display-Technologie lässt das Interesse an dreidimensionalen Spielfilmen bei Filmproduzenten wie beim Publikum wachsen. Doch es werden mehr 3-D-Filme in exzellenter Qualität benötigt. Bereits existierende Filme, die noch mit herkömmlicher Kamera-Technik aufgenommen wurden, müssen in 3-D konvertiert werden. Mit enormem manuellen Aufwand sollen jetzt die gesamten "Star Wars"-Episoden in 3-D umgewandelt werden. Noch ist unklar, wann sie in die Kinos kommen werden. Klar ist, dass dieses Ereignis sicherlich den Durchbruch für 3-D bedeuten würde.

Dipl.-Ing. Sebastian Knorr, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Nachrichtenübertragung der TU Berlin, hat ein neues - bereits als Patent eingereichtes - Verfahren entwickelt, das eine vollautomatische Umwandlung von Videofilmen, die mit einer bewegten Kamera aufgenommen wurden, in eine dreidimensionale Darstellung der Szene ermöglicht. Das TU-Fachgebiet Nachrichtenübertragung der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Thomas Sikora befasst sich seit mehr als vier Jahren mit Verfahren zur automatischen Konvertierung von zweidimensionalen Filmen in 3-D und ist einer von 21 Partnern des Europäischen Exzellenznetzwerks "3-DTV - Integrated Three-dimensional Television - Capture - Transmission, and Display".

Demonstration mit der BBC-Dokumentation "Planet Erde"

Bei der Aufnahme einer dreidimensionalen Szene mit einer Videokamera wird die Szene auf eine zweidimensionale Ebene projiziert. Die Tiefeninformation geht dabei verloren. Durch eine Bewegung der Kamera bei der Aufnahme lässt sich jedoch anhand unterschiedlicher Betrachtungswinkel der aufgenommenen Szene die 3-D-Struktur der Umgebung und damit die Tiefeninformation berechnen ("Structure-from-Motion"). Mithilfe dieser gewonnenen Informationen und der einzelnen Bilder des Videofilms lassen sich nun neue virtuelle stereoskopische Ansichten erzeugen, die mit entsprechender Ausstattung wie 3-D-Brillen oder -Displays den dreidimensionalen Tiefeneindruck erzeugen.

Vom 7. bis 11. September 2007 wird das Verfahren auf der International Broadcasting Convention (IBC) in Amsterdam vorgestellt. Unter anderem wird es eine etwa zehnminütige Demonstration der weltberühmten BBC-Dokumentation "Planet Erde" auf einem 3-D-Display geben.

Das in den letzten Jahren entstandene Know-how im Bereich der Videoverarbeitung soll nun die Grundlage für einen Technologietransfer in die Wirtschaft bilden. Geplant ist dabei die Gründung eines Start-up-Unternehmens, welches zukünftig eng mit den Wissenschaftlern des Fachgebiets zusammenarbeiten wird.

tui / Quelle: "TU intern", 7/2007

Kontakt zum Wissenschaftler

Dipl.-Ing. Sebastian Knorr
Technische Universität Berlin
Fachgebiet Nachrichtenübertragung
Tel.: +49 (0)30 314-28501

www.nue.tu-berlin.de/wer/knorr

Expertendienst: 3D

  • 3D-Labor am Institut für Mathematik an der TU Berlin
    Ansprechpartner: Prof. Hartmut Schwandt, Institut für Mathematik
    Tel.: +49 (0)30 314-234 95
    http://www.t3presse.tu-berlin.de/3d-labor.html
  • Sehen und messen in drei Dimensionen
    Räumliche Formen und Gestalten in stereoskopischer Betrachtung, dreidimensionale Luftbilder
    Ansprechpartner: Prof. Dr. Jörg Albertz, Institut für Geodäsie

    und Geoinformationstechnik
    Tel.: +49 (0)30 314-23331
    E-Mail:

     
    http://www.igg.tu-berlin.de/index.php?id=297

  • Das erste multimediale Kunstwerk in 3D
    Forscher der TU Berlin haben das erste multimediale Kunstwerk der

    Welt, das Virtual Electronic Poem, rekonstruiert und präsentieren es in

    3D-Qualität. 
    Ansprechpartner: Prof. Dr. Stefan Weinzierl, Fachgebiet

    Musikalische Kommunikation
    Tel.: +49 (0)30 314-25359
    E-Mail:

     
    http://www.ak.tu-berlin.de/

  • Virtual Reality hautnah
    Produkte virtuell am Computer hergestellt - mit einer 3D-Brille

    kann man ein virtuelles Produkt im begehbaren kubischen

    Projektionssystem von allen Seiten wie ein reales Objekt in

    Originalgröße betrachten
    Ansprechpartner für beide Projekte: Christopher Hayes,

    Pressestelle des Fraunhofer Instituts für Produktionsanlagen und

    Konstruktionstechnik
    Tel.: +49 (0)30 39006238
    E-Mail:
    www.ipk.fraunhofer.de

  • 3D-Portal der TU Berlin
    Ansprechpartner: Prof. John Sullivan, Institut für Mathematik, TU Berlin
    Tel.: +49 (0)30 314-29279
    E-Mail:

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