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EIN-Blick für Journalisten

Badespaß in der Spree

Montag, 06. August 2007

Eine Pilotanlage zur Reinigung des Haupstadtflusses wird am Osthafen gebaut

Spree2011/Sven Flechsenhaar
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Juchzende Kinder planschen im Osthafen, waghalsige Jugendliche springen von der Oberbaumbrücke ins Wasser, sportliche Rentner ziehen ihre Bahnen zwischen Elsenbrücke und dem Anleger an der Arena. Die Spree wird zum Badeparadies. Das ist die Vision, die dem Bau einer Pilotanlage im Berliner Osthafen zur Reinhaltung der Spree vorausging. Badewasserqualität für den schmutzigen Hauptstadtfluss im Jahr 2011.

Spree2011/Maja Timoschenko. Campingplatz, Kioske, Badeinsel - die Pontons werden auch viel Raum für Ideen schaffen
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Von der Durchführbarkeit ist auch das Bundesforschungsministerium überzeugt. Es stellte 1,7 Millionen Euro Fördermittel für das Projekt bereit. Initiiert hat das Projekt "Spree2011" die LURI.watersystems.GmbH. Neben den Berliner Wasserbetrieben und dem KompetenzZentrum Wasser sind vier Fachgebiete der TU Berlin an dem Projekt beteiligt, die von Prof. Dr.-Ing. Matthias Barjenbruch vom Institut für Bauingenieurwesen, Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft, koordiniert werden.

"Spree2011" setzt eine neue, weltweit einmalige, auch auf andere Städte übertragbare Technologie gegen die Hauptverschmutzungsursache des Flusses in Berlin ein: Große Speicher, die im Wasser liegen, fangen ungeklärtes Mischwasser aus Regen- und Abwasser auf, das normalerweise nach starken Regenfällen ungeklärt in die Spree geleitet wird, weil die das Fassungsvermögen der Berliner Kanalisation übersteigen. Später wird es dann in die Kanäle und Klärwerke zurückgeleitet. Gegenüber den sonst verwendeten unterirdischen Betonspeichern kostet eine solche Anlage nur die Hälfte.

Die Pilotanlage mit einem Fassungsvermögen von 1500 Kubikmetern soll bereits Mitte nächsten Jahres fertiggestellt werden. Doch die Anlage soll auch das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Auf den Speichern, die sich unter der Wasseroberfläche befinden, können Plattformen installiert werden, auf denen Strandbars, Kinos oder ganze Campingplätze Platz finden. Die Pilotanlage wird zunächst eine solche Fläche von 500 bis 600 Quadratmetern bieten. Das hat auch den Wirtschaftssenator Harald Wolf überzeugt, das Projekt zu unterstützen.

Die Pilotanlage soll zunächst zwei Jahre lang im Probebetrieb beobachtet, dann optimiert und zur Serienreife gebracht werden, damit eine flächendeckende Reinigung der Spree und dann tatsächlich das Baden im Fluss möglich ist.

Konstanze Konrad / Quelle: "TU intern", 6/2007

Kontakt zum Wissenschaftler

Prof. Dr.-Ing. Matthias Barjenbruch
Institut für Bauingenieurwesen der TU Berlin
Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft
Gustav-Meyer-Allee 25
13555 Berlin
Tel.: +49 (0)30/314-72246
Fax: +49 (0)30/314-72248

www.wasserpartner-berlin.de
www.kompetenz-wasser.de

Expertendienst: Wasser

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