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Forschung

Was heißt das: regional?

Die Kulturanthropologin Anika Andreßen geht gerne auf Wochenmärkte und kauft regionale Produkte. Ob die wirklich aus der Region kommen, weiß sie aber nicht.

Anika Andreßen, Kulturanthropologin, 35 Jahre alt, Berlin-Friedrichshain
Lupe [1]

Was fällt Ihnen zum Thema Ernährung und Umwelt ein?

Regionalität! Ich versuche, darauf zu achten, wie mein Mann und ich uns ernähren. Ich selber esse kein Fleisch, aber Ei und Milchprodukte, vor allem Joghurt. Mein Mann isst Fleisch, da bemühe ich mich, im Blick zu haben, wo es herkommt. Gerade bei Produkten tierischer Herkunft finde ich es wichtig, dass sie regional sind und nicht aus der Massentierhaltung kommen. Die Haltung der Nutztiere lässt sich dabei vergleichsweise einfach nachvollziehen. Aber das Kriterium der Regionalität festzustellen, ist schwierig, weil der Begriff ja auch inflationär verwendet wird. Da denke ich gleich an Etikettenschwindel. Man kann sich nie sicher sein, ob Dinge, auf denen „regional“ steht, auch wirklich aus der Region kommen. Oder aus welcher Region.Die Frage ist doch: Wie ist das definiert?

Ich gehe gerne auf dem Wochenmarkt einkaufen und hoffe einfach, dass das dann regionale Produkte sind, die da angeboten werden. Es lässt sich halt nicht kontrollieren. Das ist das Problem.

„Regional“ ist kein geschützter Begriff! Ist das in unserem Fall nur Berlin oder auch Brandenburg? Oder gehört das nächste Bundesland auch noch mit dazu? Oder am Ende ganz Deutschland? Es gibt da keine Kontrolle. Es wäre aber schön, wenn es die gäbe, wenn man direkt wüsste, wie beim Beelitzer Spargel, dass der auch wirklich aus Beelitz kommt. Dann wird es für den Konsumenten nachvollziehbarer. Und nachhaltiger ist es allemal.

Aufgezeichnet von Jochen Müller, "TU intern" Februar 2019
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