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TU Berlin

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Forschung

Was bedeutet der Brexit für die „Brexpats“ – und für Berlin?

Freitag, 25. Oktober 2019

IPODI-Stipendiatin untersucht Auswirkungen auf den Alltag britischer Migrant*innen

Christy Kulz ist IPODI-Stipendiatin und forscht über den Alltag der Briten in Berlin
Lupe

Dass der Brexit nicht nur für die Briten, sondern auch für ganz Europa erhebliche Auswirkungen mit sich bringt, ist aktuell in allen Medien zu verfolgen. Was aber bedeutet so eine geopolitisch einschneidende Veränderung für die in Deutschland lebenden Briten?

Berlin ist hochattraktiv für die neue Spezies „Brexpats“ (Expatriates infolge des Brexits): Es ist die beliebteste deutsche Stadt bei den britischen Einwanderern. Von 2000 bis 2016 ist deren Zahl in Berlin um 76 Prozent gestiegen – 2017 lebten allein in Berlin 26 840 Briten. Wie gestaltet sich das Leben dieser britischen Auswanderer in Deutschland? Wie verändert Berlin sie und wie verändern sie die Stadt? Wie wirkt sich die Migration auf das Zugehörigkeitsgefühl der Migranten zu Europa, zu Deutschland, zu Berlin, aber auch zu England aus? Das sind die Forschungsfragen, die die IPODI-Stipendiatin (International Postdoc Initiative) Dr. Christy Kulz in den kommenden zwei Jahren umtreiben. Die 40-jährige Forscherin mit britischem und amerikanischem Pass ist seit September Gast im Fachgebiet Planung und Architektursoziologie von Prof. Dr. Martina Löw an der TU Berlin.
Ihren PhD in Soziologie erwarb sie 2014 am Goldsmiths College der University of London. Danach wechselte sie als Postdoc an die University of Cambridge. „Mein Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Alltag der Briten in Berlin und darauf, welche Auswirkungen der Brexit und die damit einhergehenden Unsicherheiten auf ihren Alltag hatten und noch haben werden“, so Christy Kulz. Ihr Ansatz ist dabei vordringlich ethnografisch: „Ich versuche, mich möglichst häufig unter ‚Brexpats‘ zu mischen, um diese in ihrem Alltag, ihrem Zuhause, bei der Arbeit und während Freizeitaktivitäten zu beobachten.“ Methodisch arbeitet Christy Kulz qualitativ. Sie setzt auf das beobachtende und beschreibende Begleiten der Menschen, kurze Interviews, partizipatorische Methoden wie Fotografie oder Tagebücher der Studienteilnehmer und Filmaufnahmen.
Ausgestattet mit einem britischen Pass, gehört Christy Kulz genau genommen zu ihren eigenen Forschungsobjekten. Wie beeinflusst der Brexit ihr Leben? „Ganz erheblich, sonst wäre ich nicht hier. Die Idee, dass man als Brite plötzlich neue Grenzen erlebt und nicht mehr völlig frei durch Europa reisen kann, ist mir sehr fremd. Diese Situation zeigt, wie wichtig es ist, dass Geschichte unser kollektives Gedächtnis verändert – scheinbar stabile Situationen können sich unerwartet schnell verändern.“ 

Katharina Jung

Engländer*innen, die in Berlin leben und Interesse haben, Teil des Forschungsprojektes zu werden, können Christy Kulz direkt per Mail ansprechen:

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