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TU Berlin

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Foschung

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Vollkorn-Wissen oder Junkfood-Ahnung?

Es gibt Fragen, die lassen sich nicht mit wenigen Sätzen beantworten. Wie funktioniert das Gehirn? Was bedeutet E = mc2? Wie ernähren wir zukünftig die Menschheit gesund und nachhaltig, ohne den Planeten zu ruinieren? Die Autoren der aktuellen Ausgabe der „TU intern+plus“ waren selbst überrascht, wie komplex dieses Thema ist.

Am Anfang stellen drei Berlinerinnen und ein Berliner konkrete Fragen: Wie kann ich eigentlich vegan leben, ohne dass mir wichtige Nährstoffe fehlen? Wie kann ich mehr Natur in die Stadt holen und mein Essen selbst anbauen, und wann werden Lebensmittel als regional bezeichnet?

Diese und andere Fragen rund um das Thema Ernährung gaben die Richtung der Recherche vor. So beschäftigen sich Wissenschaftler*innen damit, wie aus Erbsenmehl der bessere Burger wird, wie Tomaten in gestapeltem Licht den enormen Flächenverbrauch der Landwirtschaft minimieren könnten und was das mit Urban Gardening zu tun hat. Ein großes Thema im Zusammenhang mit Ernährung in Zeiten von Bevölkerungswachstum und Klimawandel ist die nachhaltige Produktion von Lebensmitteln. In unserem Magazin werden unterschiedliche Ansätze beschrieben, aber immer dreht es sich auch um das Stichwort Präzisionslandwirtschaft. Im Leitartikel geben vier Wissenschaftler einen Einblick in die Komplexität des Themas Ernährung: Sie erklären unter anderem, warum eine vegane Kost zu Zinkmangel führt, dass es ein Irrtum ist, „natürliche“ Nahrungsmittel für gesünder zu halten als „künstliche“, und warum es sich bislang nicht lohnt, Nahrungsmittel so zu verteilen, dass alle satt werden. Wir fragten zwei Experten, was sie unter gesunder Ernährung verstehen, und wurden Zeuge eines trefflichen Streits. Auch schauten wir, was gesunde Ernährung in der Vergangenheit bedeutete, welche Trends und Gegentrends es gab und was von den alten Griechen in Sachen gesunde Lebensweise zu lernen ist. Und lernten, dass Genuss wichtig ist fürs Wohlbefinden, jedoch nicht zu verwechseln ist mit Völlerei. Dem Blick zurück folgte der Blick nach vorn: Welche Probleme werden sich wohl künftigen Generationen stellen, und was könnten Lösungen sein? Einfache Antworten gibt es nicht. Aber keine Bange, beim Essen ist es wie beim Lernen: Einfache Kost und einfache Genüsse halten selten vor, Komplexes hingegen bietet längerfristig Energie und zumindest die Möglichkeit eines nachhaltigen Genusses. Den wünschen wir Ihnen beim Lesen.

Michael Metzger und Jochen Müller, Freie Journalisten in Berlin, "TU intern" Februar 2019

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