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Forschung

Verpackungsmüll vermeiden

Junge Wissenschaft

Klara Wenzel
Lupe [1]

Aktuellen Umfragen zufolge sind 96 Prozent der Deutschen dafür, dass weniger Verpackungsmüll entsteht. Dennoch sinkt die Menge an Verpackungsmüll in Deutschland nicht. 2017 fielen 18,7 Millionen Tonnen an, drei Prozent mehr als 2016. 47 Prozent davon in den Haushalten. Eine positive Einstellung geht offenbar nicht zwingend mit dem erforderlichen Handeln einher. Klara Wenzel will in ihrer Dissertation untersuchen, wie der Einkauf von Lebensmitteln durch Haushalte dennoch verpackungsarm gestaltet werden kann.
Eine Ursache für das Auseinanderklaffen von Einstellung und Handeln sieht sie in dem Fokus auf den Einzelnen. Wenn der Anschein erweckt wird, dass allein durch individuelle Konsumentscheidungen komplexe Umweltprobleme gelöst werden könnten, dann kann das bei Menschen Frustration auslösen und sie handlungsunfähig machen. „Außerdem erschweren die äußeren Voraussetzungen oft eine Verhaltensänderung“, sagt Klara Wenzel (28), die in Münster Psychologie studierte und in der Nachwuchsgruppe „PuR“ am Zentrum Technik und Gesellschaft forscht. Deshalb interessiert sie, ob durch gemeinsames Handeln in einer Gruppe – zum Beispiel in der Familie, bei Paaren oder in WGs – das Vermeiden von Verpackungen erleichtert wird. In ihrem Ansatz spielt unter anderem das Konzept der Selbstwirksamkeit eine Rolle. Es beschreibt die Überzeugung einer Person aufgrund ihrer Fähigkeiten, Dinge beeinflussen zu können. Dieses Konzept lässt sich auch auf Gruppen übertragen. „Meine These ist, dass sich ein so komplexes Handeln, wie es bei der Vermeidung von Lebensmittelverpackungen vonnöten ist, in der Gruppe erfolgversprechender umsetzen lässt als allein“, so Klara Wenzel.

www.pur-precycling.de [2] 

Sybille Nitsche, TU intern Dezember 2019
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