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TU Berlin

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Forschung

Dürrestress und Sturzfluten

Neues Wassermanagement soll Stadträume besser an den Klimawandel anpassen

Starkregen ist auch in Berlin keine Seltenheit mehr
Lupe

Fallende Blätter, kahle Äste und gelbes Laub schon im Juli. „Unsere Straßenbäume zeigen zunehmend deutliche Schäden“, sagt Dr.-Ing. Björn Kluge vom Fachgebiet Ökohydrologie und Landschaftsbewertung der TU Berlin. 2018 und 2019 gab es durchschnittlich nur 370 Liter Regenwasser pro Quadratmeter in Berlin statt wie sonst 580 Liter. Dafür aber mehr „Sommertage“ (über 25  °C) und „heiße Tage“ (über 30  °C). Gleichzeitig überfluteten zwei Jahrhundert-Niederschläge mit Regenmengen von rund 30 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 20 Minuten die Stadt. Sie konnten allerdings den „Dürrestress“ der Stadtbäume nicht mindern. „Die klassische Stadtentwässerung leitet das Wasser so schnell wie möglich ab“, erklärt Prof. Dr. Eva Paton, Leiterin des Fachgebiets. Durch die starke Bebauung und den Verlust von Grünflächen gibt es weniger Chancen für das Wasser, langsam zu verdunsten, zu versickern und die Bäume zu bewässern, um sie vor dem Dürrestress zu bewahren. Stattdessen sind die Kanäle kurzfristig überlastet und schwemmen Schmutz in die Gewässer. In dem neu vom Bundesforschungsministerium mit 2,5 Millionen Euro über drei Jahre geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekt „BlueGreenStreets“ soll nun nach intelligenten Möglichkeiten gesucht werden, das städtische Wassermanagement besser an den lokalen Klimawandel anzupassen. Dazu gehören Messungen von Verdunstung und Wasserbedarf von Stadtbäumen, die Entwicklung von Reinigungsverfahren für die Hotspots, der Aufbau und Schutz von Parkräumen, Mulden, Baumscheiben oder Fassadenbegrünungssystemen sowie der Aufbau der notwendigen Verwaltungsstrukturen. Beteiligt an der Auslegung dieser sogenannten „Grün-blauen Straßen“ ist auch das Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft des Instituts für Bauingenieurwesen von Prof. Dr.-Ing. Matthias Barjenbruch.

www.oekohydro.tu-berlin.de
www.siwawi.tu-berlin.de 

Patricia Pätzold, TU intern Dezember 2019

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