direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Page Content

There is no English translation for this web page.

Forschung

Der grünen Chemie zum Durchbruch verhelfen

Montag, 29. Juli 2019

Der Exzellenzcluster UniSysCat wird offiziell eröffnet

Die Arbeit des Clusters hat bereits zum Förderungsbeginn am 1. Januar 2019 begonnen
Lupe

Was Katalyse mit grüner Chemie zu tun haben soll, ist für den Laien nicht auf den ersten Blick ersichtlich. „Aber: Ohne moderne Katalyseforschung, ohne die zeitliche und räumliche Kopplung von industriellen Reaktionsschritten nach dem Vorbild der Natur, ist weder eine sinnvolle Energiewende noch eine Minderung des CO2-Ausstoßes machbar“, ist Arne Thomas, Professor für Funktionsmaterialien an der TU Berlin und Sprecher des Exzellenzclusters UniSysCat, überzeugt. „Die chemische Industrie ist genau wie der Verkehr einer der großen CO2-Emittenten, daher hat unsere Forschung, deren Ziel es unter anderem ist, CO2-neutrale Prozesse in der chemischen Industrie zu etablieren, auch im Rahmen der aktuellen Klimadiskussion einen hohen Stellenwert.“ Höchste Zeit, die Reduzierung von Schadstoffen und eine effizientere Nutzung von Ressourcen durch einen Brückenschlag zwischen vielen wissenschaftlichen Disziplinen und industriellen Anwendern anzupacken.
Wie das gehen soll? Das wird beim offiziellen Start des Exzellenzclusters am 27. September 2019 im Audimax der TU Berlin gezeigt, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind. „Wir wollen den Exzellenzcluster als Projekt im Berliner Raum verankern und die Bedeutung dieser Forschung auch für die breite Öffentlichkeit sichtbar machen“, so Matthias Drieß, Vizesprecher des Clusters und Professor für Anorganische Chemie an der TU Berlin. Auf dem Programm steht neben dem Festvortrag „Catalysis – what else?“ von Prof. Dr. Cynthia Friend, Professorin für Chemie an der Harvard University, USA, auch eine speziell konzipierte künstlerische Performance. „Transformation und Ausbruch aus der Normalität“ heißt die Kooperation von UniSysCat mit der UdK Berlin.
Vor dem Vergnügen kommt bekanntermaßen die Arbeit, deshalb hat die eigentliche Forschungsarbeit des Clusters bereits zum Förderungsbeginn am 1. Januar 2019 begonnen. Vorbild für die Entschlüsselung der chemisch und biologisch übergreifenden Konzepte, die das Ineinandergreifen von mehreren katalytischen Reaktionen ermöglichen, ist für die Wissenschaftler*innen die biologische Zelle, in der auf engstem Raum, ressourcen- und energiesparend komplexe chemische Reaktionen ablaufen. Projekte in fünf sogenannten Research Units sind im Rahmen von UniSysCat am Start. Dabei arbeiten Chemiker*innen der verschiedensten Richtungen eng zusammen mit Biolog*innen, Physiker*innen und Mathematiker*innen aus allen am Cluster beteiligten Institutionen.

Katharina Jung, "TU intern" Juli 2019

„Transformation und Ausbruch aus der Normalität“

Künstlerische Performance von UdK-Studierenden zum Kick-off

Giorgi Jamburia
Lupe

Die Veranstaltung zum Auftakt des Exzellenzclusters Unifying Systems in Catalysis (UniSysCat) am 27. September 2019 im Audimax der TU Berlin überrascht mit einem für solche wissenschaftlichen Events eher ungewöhnlichen Programmpunkt: Neben den obligatorischen Grußworten und Festvorträgen wird es die künstlerische Performance „Transformation und Ausbruch aus der Normalität“ geben. Es ist eine Kooperation des Exzellenzclusters mit der Universität der Künste (UdK) und fußt auf einer Idee von Prof. Dr. Matthias Drieß, Chemie-Professor an der TU Berlin und Vizesprecher des Exzellenzclusters UniSysCat.
Unter der Leitung von Giorgi Jamburia erarbeiten derzeit sechs Schauspiel- und Musicalstudierende sowie eine Kostümbildnerin und ein Soundkünstler der UdK ein 20-minütiges Stück, in dem sie sich mit dem „Ausbrechen aus der Normalität“ beschäftigen. „Ausbrechen aus der Normalität – das ist sowohl für die Wissenschaft als auch für die Kunst essenziell“, sagt Giorgi Jamburia, der an der UdK Szenisches Schreiben studiert. Jede Künstlerin, jeder Künstler hat diesen Anspruch, etwas Neues zu schaffen. Während der Auseinandersetzung für dieses Stück aus Text, Gesang und Tanz stellten die UdK-Studierenden fest, dass dieser kreative Akt ein fortwährender Prozess ist. Die Gespräche führten sie schließlich zu Sisyphos, jener Figur aus der griechischen Mythologie, die immer wieder aufs Neue einen Stein den Berg hinaufwälzt, der kurz vor der Bergspitze wieder hinabrollt. Sisyphos – die Metapher für die Sinnlosigkeit menschlichen Tuns schlechthin  – als Motiv für den Auftakt eines großen wissenschaftlichen Vorhabens? „Nun, wir werden keine steinerollenden Figuren darstellen“, so der 26-Jährige, „und außerdem erfuhr Sisyphos durch Albert Camus eine ganz andere Deutung. Camus schreibt in seinem Essay, dass wir uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen müssten. Zwar kommt Sisyphos zu keinem Ende, aber er ist tätig und Sinn-los glücklich. Glücklich also, wem es gelingt, sich im Schaffen von dieser Sinnsuche frei zu machen und daraus auszubrechen. Das spricht mich sehr an“, sagt Giorgi Jamburia.

Sybille Nitsche, "TU intern" Juli 2019

„Neue Dimensionen in der Katalyse“. Auftaktveranstaltung des Exzellenzclusters Unifying Systems in Catalysis – UniSysCat – und des Einstein Center of Catalysis – EC2
Zeit: 27. September 2019, 16.30–18.30 Uhr
Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Audimax

Zusatzinformationen / Extras

Quick Access:

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

This site uses Matomo for anonymized webanalysis. Visit Data Privacy for more information and opt-out options.