direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Forschung

Anderes Studentenfutter

Für den schmalen Geldbeutel der Studierenden gab es in der Mensa immer etwas zu essen – allerdings auf niedrigem Niveau. Mittlerweile wird auch auf dem Campus auf höchste Qualität geachtet. Wie sich das mit dem Anspruch verträgt, günstig zu bleiben, erklärt Jana Judisch vom studierendenWERK BERLIN

Mensa-Essen heute: Couscous mit Chinakohl, Karotten, Rosinen und gerösteten Kürbis­kernen. Die Zeiten überbackener Fleischwurst sind vorbei
Lupe

Frau Judisch, die Mensa war einmal der Ort für Studierende, wo sie schnell für wenig Geld satt werden konnten, zum Beispiel mit überbackener Fleischwurst mit Kartoffeln und Tomatensoße.

Günstig sind wir immer noch! So ist ein Bulgur-Gemüse-Burger mit Pommes und Salat für 5,95 Euro in einer unserer Mensen zuweilen das teuerste Gericht. Meist liegen die Preise deutlich darunter. Möglich ist das, weil die Preise für die Studierenden subventioniert sind. Hier fließt zum einen der Zuschuss durch das Land Berlin hinein, zum anderen zahlen die Studierenden mit ihrem Sozialbeitrag ja bereits dafür, dass die angebotene Versorgung preiswert bleibt. Da wir zum Beispiel die Beschaffung für unsere 57 Einrichtungen zentralisiert abwickeln, können wir als großer Abnehmer zudem gute Verträge mit den Lieferanten machen.

Wo bleibt da die Qualität?

Alle Speisen werden frisch vor Ort zubereitet und haben den Anspruch, gesund und abwechslungsreich zu sein. Unsere Einrichtungen bieten zudem Gerichte aus nachhaltiger Landwirtschaft an. Das heißt konkret, dass das verwendete Fleisch regionaler Herkunft ist, die Haltung der Tiere dem Tierschutzgesetz entspricht und artgerecht ist. Für die verwendeten pflanzlichen Produkte gilt, dass kein Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln und leicht löslichen mineralischen Düngemitteln erfolgen darf und die Konservierung nicht durch ionisierende Strahlung erfolgt. Auch sind sie frei von Gentechnik. Eier sowie Ei- und Molkereiprodukte werden ausschließlich aus nachhaltiger Erzeugung genutzt und verarbeitet.

Jana Judisch, Pressesprecherin des studierendenWERKs BERLIN
Lupe

Aber Bio ist das alles nicht, oder?

Wir sind auf gleichem Qualitätsniveau, aber ohne Siegel, weil die Zertifizierung sehr kostspielig und an einen hohen Verwaltungsaufwand gekoppelt ist. Einige unserer Einrichtungen haben das einmal versucht, aber mittlerweile möchten wir dieses Geld lieber direkt in unsere Angebote investieren.

Immer mehr Verbraucher*innen haben spezielle Ernährungswünsche: ohne Fleisch, ohne Laktose, ohne Gluten.Wie reagiert die Mensa darauf?

Jede unserer Mensen bietet inzwischen vegetarische oder vegane Alternativen an. Die Mensa Veggie No. 1 an der FU Berlin ist eine unserer beliebtesten Einrichtungen und müsste doppelt so groß sein, um den täglichen Gästeandrang besser bewältigen zu können. Das Angebot hat also wirklich einen Nerv getroffen, und im kommenden Jahr werden wir sogar eine rein vegane Mensa eröffnen.

Heutzutage wird in Berlin jedes zweite Café zum Coworken genutzt. Hipster hängen überall mit ihren Laptops herum. Hat sich auch das Nutzungsverhalten von Studierenden in den Mensen geändert?

Wir laden Studierende jederzeit herzlich ein, in der Mensa zu verweilen und zu lernen. Viele Einrichtungen bieten inzwischen bereits an den Plätzen Steckdosen für die Notebooks. Wir bitten lediglich darum, dass während der Mittagszeit die Plätze vorrangig dafür genutzt werden, dort zu essen, damit diejenigen, die in der Mensa essen möchten, auch einen Platz finden. Aber natürlich versuchen wir auch, Mensen als sozialen Raum zu öffnen. Im Mai 2019 werden wir in der Mensa in der Hardenbergstraße auf dem Campus der TU Berlin ein gemeinsames Fastenbrechen mit Studierenden und Mitarbeiter*innen des studierendenWERKs feiern.

Das Interview führte Michael Metzger, "TU intern" Februar 2019

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.