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TU Berlin

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Forschung

Wer wird Weltmeister?

DIW-Prognose analysiert Marktwerte: Frankreich und Spanien liegen vorn

„Die Prognose von WM-Ergebnissen ist nicht nur für Fußballfans ein reizvolles Gedankenspiel, auch die Wissenschaft versucht regelmäßig – ernst oder mit einem Augenzwinkern –, den Weltmeister vorherzusagen“, erklärt Gert G. Wagner, Max Planck Fellow sowie DIW Senior Research Fellow und ehemaliger TU-Professor für Volkswirtschaftslehre. „Mithilfe der Marktwerte konnten die Weltmeister bei der WM 2006 und 2010 richtig prognostiziert werden, nämlich Italien und Spanien. Diesmal ist es komplizierter.“ Frankreich und Spanien seien mit Marktwerten von je etwas mehr als einer Milliarde Euro praktisch gleichauf. Kurz dahinter allerdings schon Brasilien mit 981 Millionen Euro und Deutschland mit 883 Millionen Euro.

Im jüngsten „DIW aktuell“, einem Magazin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, das kurze Analysen und Berechnungen zu aktuellen wirtschaftspolitischen Themen liefert, gibt er einen detaillierten Einblick in die wissenschaftliche Methode, Marktwerte als Prognoseinstrument einzusetzen. „Der Marktwert drückt die Leistungsfähigkeit eines Spielers gut aus“, erklärt er. „Die Spieler stehen unter weltweiter Dauerbeobachtung, ständig werden ihre Leistungen von Fachleuten eingeschätzt. So ist nicht nur der Marktwert des Einzelnen ein Spiegelbild für die sportliche Leistung, sondern auch die Leistungsstärke einer Mannschaft lässt sich aus der Summe der Marktwerte aller Einzelspieler ablesen.“ Aktuell aber zeige die Analyse, das sowohl im französischen als auch im brasilianischen Kader Spieler stehen, die den Marktwert spekulativ verzerren: Kylian Mbappé (120 Millionen Euro) und Superstar Neymar (180 Millionen Euro). Im deutschen Kader geht es ausgeglichener zu. Teuerster Spieler ist hier Toni Kroos mit geschätzten 80 Millionen Euro Marktwert.

Auf jeden Fall, so Gert G. Wagner, stehe nach der Gruppenphase ein ausgeglichenes und damit spannungsreiches Turnier bevor. Denn: Beim Fußball werden im Vergleich zu anderen Ballsportarten nur sehr wenige Treffer erzielt. Ein einziges Tor einer schwächeren Mannschaft kann hier schon einmal den Sieg bedeuten – das kann, insbesondere in einer K.-o.-Runde wie ab dem Achtelfinale bei der WM, sehr wichtig sein – und Hoffnung wecken für das Team des DFB in Russland. Und Gert G. Wagner verrät: „Privat hoffe ich natürlich auch, dass das deutsche Team es wieder schafft. Es ist aber ziemlich unwahrscheinlich: Umso mehr Spaß macht es, zu hoffen!“

Der Artikel mit methodischen Details und weiteren Informationen ist zu finden unter:
www.diw.de (DIW aktuell)
www.diw.de/de/diw_01.c.563479.de/publikationen_veranstaltungen/publikationen/diw_aktuell/diw_aktuell.html

Patricia Pätzold, "TU intern" 25. Juni 2018

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