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TU Berlin

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Forschung

Von Lebensmittelbetrug und gesunder Ernährung

Jahrestagung der Lebensmittelchemischen Gesellschaft an der TU Berlin –„Werner-Baltes-Preis des Jungen ­Wissenschaftlers“ wird erstmalig vergeben

Wildlachs oder Lachs aus Aquakultur? Dies ist eine der Fragen, die Food Fraud in den Mittelpunkt rückt
Lupe

Lebensmittelbetrug, -fälschungen, sicherer Herkunftsnachweis und die Differenzierung von Tierarten in der Lebensmittelverarbeitung – das sind einige aktuelle Herausforderungen im Bereich des Verbraucherschutzes und der Lebensmittelsicherheit, kurz: „Food Fraud“. Mit diesem und weiteren Themen beschäftigt sich der 47. Deutsche Lebensmittelchemikertag, der Mitte September 2018 an der TU Berlin stattfinden wird.

„Lebensmittelbetrug ist ein wahrscheinlich jahrtausendealtes Delikt. Aber erst der sogenannte Pferdefleischskandal hat uns die Augen weit genug geöffnet, um zu sehen, in welcher Dimension heute die Warenströme international für den Betrug mit Lebensmitteln genutzt werden“, erklärt Dr. Helmut Tschiersky, Absolvent der TU Berlin und Präsident des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, der sich ebenfalls in einem öffentlichen Abendvortrag diesem Thema widmen wird. Auch der Konsum von Zucker und Fett und die daraus resultierenden ernährungsbedingten und in der Bevölkerung weit verbreiteten Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden – neben neuen technologischen Entwicklungen zum Beispiel für die Herstellung von Lebensmitteln und deren Auswirkungen auf die Qualität von Lebensmitteln – Thema sein.

Die Forscherinnen und Forscher der TU Berlin werden unter anderem ihre derzeit intensiven Aktivitäten im Rahmen des Projekts „NutriAct“ darstellen, einem BMBF-geförderten Kompetenzcluster Ernährungsforschung der Region Berlin-Potsdam. In diesem Projekt werden Lebensmittel für die Ernährung älterer Menschen jenseits der 60 entwickelt. Hintergrund des Gesamtprojekts ist das zentrale Problem, dass es vielen Menschen schwerfällt, ihre oftmals ungesunden Ernährungsgewohnheiten zu ändern und dauerhaft eine gesündere Ernährungsweise anzunehmen. Neben den psychologischen, sozialen und familiären Faktoren die die Nahrungsauswahl beeinflussen, werden neue Lebensmittel mit einem gesundheitlichen Nutzen entwickelt und durch moderne technologische Verfahren hergestellt. In diesem Zusammenhang stehen auch die Untersuchung essenzieller Spurenelemente und deren Wirkweise im Körper von Senioren, die in den Mittelpunkt der TU-Forschungen im Rahmen der DFG-Forschergruppe „TraceAge“ gerückt werden.

Ein weiterer Höhepunkt der Tagung wird die Vergabe von Preisen sein, unter anderem des „Werner-Baltes-Preises des Jungen Wissenschaftlers“ der LChG, benannt nach dem 1997 emeritierten TU-Professor Werner Baltes, der sich neben seiner exzellenten Forschung besonders um den wissenschaftlichen Nachwuchs verdient gemacht hat. Die Preisträger präsentieren ihre Forschungsprojekte auf der Tagung. Mehr als 500 Besucherinnen und Besucher aus Wissenschaft, Wirtschaft sowie der Lebensmittelüberwachung werden zur Tagung sowie der begleitenden Buch- und Gerätemesse erwartet. Ausrichter ist die Lebensmittelchemische Gesellschaft (LChG) und organisiert vom Institut für Lebensmitteltechnologie und Lebensmittelchemie der TU Berlin unter Leitung von Prof. Dr. Lothar Kroh, Fachgebiet Lebensmittelchemie und Analytik und Prof. Dr. Hajo Haase, Fachgebiet Lebensmittelchemie und Toxikologie. Unterstützer der Tagung sind unter anderem Berliner Handelslaboratorien, in denen zahlreiche Lebensmittelchemiker, die an der TU Berlin ihr Studium absolviert haben, heute tätig sind.   

Informationen zur Tagung:
https://veranstaltungen.gdch.de/tms/frontend/index.cfm?l=8074&sp_id=1

Forschungsprojekte:
www.nutriact.de
www.uni-potsdam.de/traceage



Patricia Pätzold, "TU intern" 13. Juli 2018

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